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St. Georg Klinikum zieht positive Jahresbilanz 2017

Das neue Jahr ist noch jung, doch stehen bereits jetzt zahlreiche Projekte an, die auch 2018 die Patientenversorgung im St. Georg Klinikum und in der Poliklinik Eisenach optimieren werden. Es lohnt ,zum Jahreswechsel zurückzublicken und eine positive Bilanz für das Jahr 2017 zu ziehen:

Geschäftsführer

Die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat des St. Georg Klinikums Eisenach haben Herrn Dipl.-Kaufm. (FH) Thomas Breidenbach zum neuen Geschäftsführer des Klinikums und seiner Tochtergesellschaften berufen. Er nahm am 01. September 2017 seine Tätigkeit im Eisenacher Klinikum auf. Er tritt die Nachfolge von Rolf Weigel an, der nach rund sieben Jahren als Geschäftsführer das St. Georg Klinikums zum 30. Juni 2017 verließ. In der Zwischenzeit übernahm Frau Beatrix Jäger, die seit Jahren als Prokuristin des St. Georg Klinikums tätig ist, die Geschäftsführung.

 

15-jähriges Jubiläum

Das St. Georg Klinikum Eisenach feierte in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum. 2002 wurden das Christliche Krankenhaus Eisenach und das kommunale Wartburgklinikum an einem Standort zusammengeführt. Auch wenn die Anfänge nicht einfach waren,  kann man nach 15 Jahren sagen, dass die Entscheidung, die Eisenacher Krankenhäuser an einen Standort zu vereinen, das Eisenacher Klinikum gestärkt und zukunftsfähig gemacht hat.

 

Tag der offenen Tür

Das kam auch zum Tag der offenen Tür am 28. Oktober zum Ausdruck. Alle Kliniken und viele Einrichtungen unseres Hauses haben ihre Pforten geöffnet. Zahlreiche Besucher aus Eisenach und der Region nutzten die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen zu schauen. Mein Dank gilt allen Mitarbeitern und Kooperationspartnern, die an diesem Tag das St. Georg Klinikum Eisenach als ein Haus präsentiert haben, das leistungsstark, kompetent und aufgeschlossen für seine Patienten sorgt. 

 

Festgottesdienst

Ein besonderes Anliegen war es uns auch, das 15-jährige Jubiläum mit einem Festgottesdienst zu feiern. Zahlreiche Mitarbeiter, ehrenamtlich Tätige und ehemalige Beschäftige des Hauses kamen am 20. November aus diesem Anlass zusammen. Sr. Annegret Bachmann, Oberin des Diakonissenmutterhauses, und Oberkirchenrat Christoph Stolte gestalteten gemeinsam mit Weihbischof Dr. Reinhard Hauke den ökumenischen Gottesdienst, der unter dem Credo „Was ihr getan habt einem von diesen  meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40) stand. Die Werke der Barmherzigkeit – insbesondere die Pflege der Kranken –  rückten somit in den Mittelpunkt.

 

Ärztlicher Direktor

Zugleich nahm man den Festgottesdienst zum Anlass, den scheidenden Ärztlichen Direktor, Chefarzt Dr.med. Lutz Bode, der zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht und den künftigen Ärztlichen Direktor, Chefarzt  Prof. Dr.med. Heiko Wunderlich, der am 1. Januar 2018 das Amt übernimmt, zu segnen. Dr. Bode, Facharzt für Neurologie und Diplom-Psychologe, ist seit sechs Jahren Chefarzt der Klinik für Neurologie, die  er erfolgreich aufbaute. Prof. Dr. med. Heiko Wunderlich  ist ebenfalls seit 2012 Chefarzt am St. Georg Klinikum. Der Facharzt für Urologie verfügt über die Subspezialisierungen bzw. Zusatzbezeichnungen Spezielle Urologische Chirurgie, Andrologie, Medikamentöse Tumortherapie, Master of Health Business Administration (MHBA) und  Palliativmedizin. Er  ist Mitglied in zahlreichen Fachgesellschaften, Vorsitzender des Arbeitskreises Urologische Onkologie Thüringen und Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises Nierentransplantation sowie des Arbeitskreises Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Des Weiteren ist er Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Thüringen. Mit weit mehr als 200 Publikationen und als Gutachter wissenschaftlicher Veröffentlichungen genießt er internationales Renommee. Stellvertretender Ärztlicher Direktor wird Dr.med. Marcus Jahnecke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I und III.

Als Chefarzt wird Dr. Bode vom jetzigen leitenden Oberarzt Alexander Strickler in der Klinik für Neurologie mit dem Jahreswechsel abgelöst werden.

 

Qualitätsmanagement

Hochqualifiziertes Personal ermöglicht es uns, eine qualitativ ausgezeichnete Patientenversorgung zu gewährleisten. Das gestattet uns auch die Zertifizierung einzelner Teilbereich des Klinikums. Erfolgreich zertifiziert wurden die Stroke Unit sowie das Onkologische Zentrum, das einzige in Thüringen nach den Richtlinien der DGHO. Zudem wurden eine Speiselinie unserer Küche mit dem Zertifikat Station Ernährung ausgezeichnet und die Zentralsterilisation zertifiziert.

 

Poliklinik

Die ambulante, wohnortnahe Versorgung von Patienten gewinnt immer mehr an Bedeutung. Unser wachsendes Angebot der Poliklinik Eisenach trägt dem Rechnung und schließt die Lücken, die durch die niedergelassenen Ärzte in der Fläche nicht mehr ausgeglichen werden können. Seit diesem Jahr werden sowohl eine urologische als auch eine diabetologische Sprechstunde für Kinder angeboten. In der Hausarztpraxis in Ruhla steht den Patienten seit Oktober wieder eine Ärztin in Vollzeit zur Verfügung. Ebenfalls konnte die gynäkologische Versorgung ausgebaut werden: hinzu kamen eine Ärztin in der Löbergasse sowie eine gynäkologische Praxis in Wutha-Farnroda. Darüber hinaus sind eine kardiologische Praxis mit insgesamt drei Ärzten sowie eine chirurgische Praxis mit zwei Ärzten Teil des MVZ geworden. Zu Beginn des neuen Jahres werden eine urologische Praxis in Bad Langensalza, eine hausärztliche Praxis in Seebach und eine weitere gynäkologische Praxis in Eisenach unserer Poliklinik angehören.

 

Bauliche Maßnahmen

Auch die baulichen Projekte konnten abgeschlossen werden bzw. stehen unmittelbar vor der Fertigstellung.

Zum 1. März 2017 wurde am St. Georg Klinikum Eisenach ein neues Herzkatheterlabor in Betrieb genommen. Der Neubau der Katheteranlage war erforderlich, da die zuvor von der Gemeinschaftspraxis PD Dr. med. Gabrielsen und Dr. med. Härtwig betriebene Katheteranlage zuletzt „in die Jahre“ gekommen war.Das komplett digital arbeitende Katheterlabor ist gekennzeichnet durch höchste Bildqualität und verringert zudem durch die neuste Technik die Belastung durch Röntgenstrahlung für Patienten und Untersucher ganz erheblich.  Durch umfangreiche Umbaumaßnahmen und Anpassung des Strahlenschutzes steht jetzt für die Versorgung aller Patienten, die eine invasive Koronar-Diagnostik benötigen, an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr ein modernes Herzkatheterlabor zur Verfügung. Das Katheterlabor wird – wie zuvor – in enger Kooperation mit der Gemeinschaftspraxis PD Dr. med. Gabrielsen und Dr. med. Härtwig von der Klinik für Innere Medizin I  für Kardiologie und IMC des St. Georg Klinikums Eisenach unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Jahnecke betrieben. Durch die erhebliche Investition in Höhe von rund einer halben Million Euro, die aus Eigenmitteln finanziert werden, stellt das St. Georg Klinikum die Weichen in die Zukunft,  um eine den neuesten Leitlinien entsprechende kardiologische Versorgung der Patienten anzubieten.

In der Jahresmitte konnten das St. Georg Klinikum die Eröffnung der Praxen in Haus M feiern. Die Bauarbeiten begleitet hat das Eisenacher Architekturbüro Sauerbier Wagner Giesler, das bereits schon mit der Ausführung weiterer Bauprojekte des Klinikums beauftragt war.

Die Bausumme von insgesamt 4,5 Millionen Euro hat das St. Georg Klinikum Eisenach ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln finanziert. In der ersten Etage ist die Nephrologische Gemeinschaftspraxis und Dialyse Keller, Herz, Reinhold eingezogen. Im Erdgeschoss befindet sich das Institut für Pathologie Eisenach/Westthüringen befinden.

Bisher wurde das Krankenhaus hinsichtlich Röntgen-, CT- und MRT-Diagnostik von der Praxis Müller-Obliers betreut. Dr. Müller-Obliers und Frau Dr. Retzlaff haben sich zu einer überörtlichen Gemeinschaftspraxis zusammengeschlossen, die ein zweites CT und ein weiteres MRT ebenfalls im Erdgeschoss aufstellt hat. Hinzu kommen auch eine Orthovolt-Anlage sowie das Mammografie-Screening.

Durch den Umbau von Haus M und den Einzug dieser Einrichtungen werden die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten des Klinikums deutlich erweitert.

Das im Bau befindliche Parkdeck wird wie geplant fertiggestellt werden. Mit rund 120 Parkplätzen wird es die Parkplatzsituation auf dem Klinikgelände deutlich entspannen.

Für das kommende Jahr  ist der Abschluss der Umbaumaßnahmen in der Schillerstraße geplant. Dann werden neue Räumlichkeiten für die Poliklinik und die Tagesklinik für Psychiatrie/Psychotherapie und Psychosomatik bezugsfertig sein.

 

Ausblick 2018

Am 1. Januar 2018 wird  von der Klinik für Neurologie im St. Georg Klinikum Eisenach die Abteilung für die Neurologische Frührehabilitation Phase B mit insgesamt sechs Behandlungsplätzen.

Gerade in einem Krankenhaus spiegeln sich große gesellschaftliche Themen wider – so auch die Digitalisierung, über deren Bedeutung viel gesprochen und die auch in der  Krankenhausversorgung Einzug halten wird. Das St. Georg Klinikum wird ab dem kommenden Jahr die digitale Patientenakte einführen. Dieses Vorhaben wird in jeden Bereich des Klinikums eingreifen und Prozesse optimieren. Viele Vorgänge, die in der Krankenhausdokumentation Pflicht sind, können durch die Digitalisierung besser abgebildet werden.

Die vollständige Umstrukturierung der Notfallambulanz wird im Jahr 2018 beginnen.

Das Haus A – der einzige nicht sanierte Gebäudekomplex in der Mühlhäuserstraße – wird ab 2018 neu strukturiert.

Zahlen und Fakten

Knapp 9.000 operative Eingriffe wurden in diesem Jahr durchgeführt bei über 20.000 Patienten. Davon entfielen aufgrund des breiten Leistungsspektrums die meisten auf die Klinik für Urologie sowie die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie.

Der prognostizierte Jahresumsatz liegt bei rund 80 Mio Euro.

Das St. Georg Klinikum hat einschließlich der Tochterunternehmen (Poliklinik rund 100 und St. Servicegesellschaft rund 60) ca. 1200 Mitarbeiter und ist damit der drittgrößte Arbeitgeber in Eisenach.