logo


zurück zur Übersicht

Alexander Strickler ist neuer Chefarzt der Klinik für Neurologie, St. Georg Klinikum Eisenach

Eisenach. Seit 01. Januar 2018 ist Alexander Strickler neuer Chefarzt der Klinik für Neurologie am St. Georg Klinikum Eisenach. Er  tritt damit die Nachfolge von Dr. Lutz Bode an, der zum Jahreswechsel in den wohlverdienten Ruhestand ging.

Alexander Strickler ist in Heidelberg geboren und in Aschaffenburg am bayerischen Untermain aufgewachsen. Nach dem Studium in Gießen, zog es ihn über die Schweiz zunächst nach Unterfranken zurück, wo er am Klinikum Aschaffenburg und in der Psychiatrie in Lohr am Main seine Facharztausbildung zum Neurologen an großen Häusern absolvierte. Nachdem er in Aschaffenburg oberärztlich tätig war, dort auch seine epileptologische Ausbildung intensivierte, stand 2012 der nächste Schritt an. „Eine Klinik mit aufzubauen um sie dann nach modernen Arbeitsabläufen und teamorientiert zu gestalten“, sei das Reizvolle an der Stelle als leitender Oberarzt am St. Georg Klinikum 2012 gewesen. „Da meine Schwiegereltern, insbesondere meine Schwiegermutter von hier stammen, wusste ich wie Eisenach mit seinen Eisenachern tickt.“ Dankbar ist er vor allem seinem Vorgänger, Dr. Lutz Bode, der zum Jahreswechsel in Ruhestand ging. Er hat mir sehr viele Freiheiten bei der medizinischen Gestaltung und Orientierung der Klinik gelassen und sich sehr für diesen Aufbau engagiert.“ Seinen epileptologischen Schwerpunkt baute Alexander Strickler in der Poliklinik Eisenach, Praxis für Neurologie aus, wo er seit 2012 unter anderem eine Spezialsprechstunde für Patienten mit Epilepsie und auch für Menschen mit Mehrfachbehinderung etablierte.

Schwerpunkt der Klinik für Neurologie sei die Versorgung an der Basis. Mit der zertifizierten Stroke-Unit (Schlaganfallstation) und der im Aufbau befindlichen Station für neurologische Frührehabilitation sowie den Standardbehandlungen in der Neurologie sei Eisenach im Reigen der Thüringer Neurologien gut aufgestellt. Das homogene Feld der Oberärzte und Assistenzärzte runde die Gesamtversorgung ab. „Eisenach kann der primäre Ansprechpartner für alle neurologischen Erkrankungen sein“, erklärt Strickler, „durch ein breitgefächertes Netzwerk, der Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Jena als auch mit spezialisierten Zentren, können wir Patienten auch mit schwierigen Erkrankungsverläufen eine optimale Versorgung bieten“.

Am Herzen liegt dem 41jährgen vor allem auch die Ausbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen. „Nur durch gute Ausbildung und entsprechende Positionierung können wir auch eine Perspektive mit guten Leuten in Eisenach in ausreichender Zahl erreichen.“ Dafür setzt er sich auch in verschieden Gremien ein. Auch wissenschaftlich könne man sich heutzutage nicht verschließen. „Ein mittelgroßes Haus wie Eisenach kann den einen oder anderen Fall zur Veranschaulichung bieten.“ In mehreren Postern und Vorträgen konnte Alexander Strickler mit jungen Kolleginnen und Kollegen bereits wissenschaftliche Arbeiten, zum Beispiel im Bereich der Autoantikörperforschung an großen Kongressen beitragen.

Alexander Strickler ist seit 2016 Vorstandsmitglied der Thüringer Gesellschaft für Psychiatrie, Neurologie und Kinder-und Jugendpsychiatrie. Dies sei natürlich förderlich, wenn man die Ausbildungskapazitäten in Thüringen und das neurologische Gesamtkonzept im Auge behalten will. Um die Politik kommt man als Chefarzt kaum rum, so Strickler.

Alexander Strickler ist mit einer Neurologin verheiratet, die ebenfalls der Poliklinik Eisenach tätig ist. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn. Die Familie sei natürlich der Hauptfreizeitanteil, aber auch Jazzmusik und Fußball sind Leidenschaften des Neurologen.

Alex Strickler