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Klinisches Ethik-Komitee

Was ist ein Klinisches Ethik-Komitee?

In einem Krankenhaus wie dem St. Georg Klinikum sind vielfach schwierige und komplexe Behandlungssituationen mit teilweise weit reichendem ethischen Konflikpotenzial zu bewältigen.

Das Klinische Ethik-Komitee (KEK) gibt eine moderierende Hilfe, wenn es um die Entscheidungsfindung über eine weitere Therapie bei kritisch kranken Patienten geht und trägt zur Ermittlung des mutmaßlichen Patientenwillens bei, wenn der Patient diesen nicht mehr selbst äußern kann. Alle an der Therapie Beteiligten sollen danach davon ausgehen können, dass sie weiterhin zum Wohle des Patienten handeln.

Das Klinische Ethik-Komitee ist ein multidisziplinär und multiprofessionell zusammengesetztes Gremium, das weisungsunabhängig ein Forum für die Reflexion und Darstellung der ethischen Grundlagen unserer medizinischen Entscheidungen schafft. Es besteht derzeit aus zehn Mitgliedern und sieben Stellvertreter.

 

Aufgaben des Klinischen Ethik-Komitees (KEK)

  • Erarbeitung von Leitlinien für den Umgang mit ethischen Problemen im Klinikum
  • Ethische Fallbesprechung, Beratungswünsche bzw. fallbezogene Konsile
  • Weiterbildung des Personals in ethischen Fragen und Verhaltensweisen

Das KEK ist beratend tätig. Nur bei Einstimmigkeit in der Empfehlung wird dieser Folge geleistet. Die letzte Entscheidung trifft immer der Behandelnde.

Mehr Informationen dazu stehen hier auch zum Download zur Verfügung.

 

Ethische Fallbesprechung

Für die ethische Fallbesprechung ist eine differenzierte Erfassung der Patienten- und Behandlungssituation und des aktuellen (mutmaßlichen) Patientenwillens erforderlich.

Ein medizinisch sinnvoller und ethisch verantwortlicher Behandlungsplan muss erarbeitet und empfohlen werden. Dies erfolgt imTeam.

Anlass bzw. Indikation für eine ethische Fallbesprechung ist die Unsicherheit bezüglich des bestehenden diagnostischen und therapeutischen Konzeptes, Fehlen eines Behandlungsregimes in einer Notsituation und/oder Unklarheit des aktuellen Patientenwillens.

Jeder aus dem Behandlungsteam (Ärzte, Pflege, Seelsorge, Sozialdienst), Angehörige oder der Hausarzt können eine ethische Fallbesprechung anfordern. Weitere Informationen zur Anforderung einer ethischen Fallbesprechung sowie das entsprechende Formular sind hier  Anforderung einer Beratung durch das Klinische Ethik-Komitee  zu finden.