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Klinik für Urologie und Kinderurologie

Krankheitsbilder

Harnblasentumor/Harnblasenkarzinom

Tumoren der Harnblase sind die häufigsten Tumoren des Harntrakts und nach den Prostata-Tumoren die zweit-häufigsten im Bereich des Urogenitaltraktes. Dabei gehen 2% aller malignen Erkrankungen und 3,5% aller Krebs-Todesfälle auf Harnblasen-Tumore zurück.

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Prostatakarzinom

Der Prostatakrebs, die häufigste bösartige Tumorerkrankung beim Mann, geht vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) aus. In Deutschland erkrankt jeder 6. Mann an diesem Tumor und knapp 3 von 100 Männern versterben an Prostatakrebs. Im Gegensatz zu vielen anderen bösartigen Tumoren wächst das Prostatakarzinom in der Regel sehr langsam. Zudem haben die meisten heute entdeckten Prostatakarzinome eine gute Prognose.

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Nierenzellkarzinom (Bösartiger Nierentumor)

Die bösartigen Tumoren stellen in Deutschland nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache dar. Das Nierenzellkarzinom ist nach dem Prostata- und Harnblasenkarzinom die dritthäufigste bösartige urologische Erkrankung und nimmt als häufigster Nierentumor des Erwachsenen ca. 3% aller bösartigen Neubildungen ein. Die operative Therapie ist heute auf den Organ- und Funktionserhalt ausgerichtet.

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Nebennierentumoren

Vor der Einführung moderner bildgebender Verfahren wurden Raumforderungen der Nebenniere oft erst bei Beschwerden und zumeist in fortgeschrittenen Stadien entdeckt. Durch den zunehmenden Einsatz des Ultraschalls und der Computertomographie werden jetzt häufiger sehr viel kleinere und oft gutartige Raumforderungen der Nebenniere als Zufallsbefunde beschrieben. Nicht immer müssen diese oft hormoninaktiven Tumoren operiert werden.

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Hodentumor

Hodentumoren sind bösartige Geschwülste des Hodens, typischerweise sind junge Männer zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr betroffen. Hodentumoren können aber generell in jedem Lebensalter auftreten. Das Risiko an einem Hodentumor zu erkranken ist bis zu zehnfach erhöht bei Männern, bei denen im Kindesalter ein Hodenhochstand vorlag.

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Peniskarzinom

Maligne Penistumoren sind in ca. 95% der Fälle Plattenepithelkarzinome, d.h. sie gehen von der äußeren Zellschicht der Haut aus. Die übrigen 5% verteilen sich auf Sarkome (z.B.: Angiosarkom, Fibrosarkom, Kaposi-Sarkom), maligne Melanome, Basaliome sowie andere extrem seltene Weichteiltumoren. Das Plattenepithelkarzinom des Penis entwickelt sich vorzugsweise an der Eichel oder der Vorhaut, kann aber auch auf den Penisschaft und benachbarte Strukturen übergreifen.

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Kinderurologie

Angeborene Fehlbildungen der oberen und unteren Harnwege sowie Fehlbildungen des Genitaltraktes kommen in bis zu 8,5% bzw. 5,5% der Neugeborenen vor. Das Spektrum dieser Fehlbildungen ist sehr breit gefächert, ebenso wie die möglichen Folgen für die weitere Entwicklung des Kindes. Diese können reichen von lebensbedrohlichen Zuständen über schwerwiegende Beeinträchtigungen der Lebensqualität bis hin zu Veränderungen, die in der Regel erst zufällig im Rahmen anderer Untersuchungen festgestellt werden.

Hypospadie

Die Hypospadie ist mit 1 auf 200 bis 1 auf 300 neugeborene Jungen eine der häufigsten Fehlbildungen, die auf eine unzureichenden Verschluß der Urethralfalten (Harnröhrenbildung) beruht. Typisch sind für diese Jungen eine Verlagerung der Harnröhrenöffnung, häufig in Kombination mit einer Einengung der Öffnung, des weiteren eine Vorhautschürze, sowie eine Verkrümmung oder Torquierung des Penis. Dabei sind diese Faktoren individuell unterschiedlich ausgeprägt. Bei den häufigsten Formen liegt die Harnröhrenöffnung relativ weit vorn (sog. distale Formen). Die Therapie erfolgt idealerweise im 1. bis 2. Lebensjahr in Form eines mikrochirurgischen Eingriffs, der aufgrund seiner Komplexität sehr viel Erfahrung erfordert.

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Hodenhochstand (Maldescensus testis)

Die Häufigkeit des Hodenhochstandes liegt zum Zeitpunkt der Geburt bei ca. 5,4% und wird nach dem 1. Lebensjahr mit ca. 2% angegeben. Man unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Formen des Hodenhochstandes und der Hodenfehllage: Mit ca. 60% ist die Hodenlage in der Leiste (sog. Leistenhoden) die häufigste Form. Die Therapie sollte mit dem 1. Lebensjahr abgeschlossen sein.

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Vesiko-uretero-renaler Reflux

Vesiko-uretero-renaler Reflux bezeichnet den Rückfluss von Urin aus der Harnblase in den Harnleiter und das Nierenbecken.

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Harninkontinenz

Als Harninkontinenz wird der unfreiwillige Verlust von Urin bezeichnet. Für die Definition ist das Ausmaß des Urinverlustes zunächst unerheblich. Basierend auf Art, Ausmaß und Entstehung der Harninkontinenz werden unterschiedliche Klassifikationssysteme verwendet. Die grundlegende Differenzierung erfolgt nach den Krankheitszeichen in Stress-, Drang-, Reflex- und Überlaufinkontinenz.

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Harnröhrenenge/ -striktur

Unter einer Harnröhrenstriktur versteht man eine Einengung der männlichen und weiblichen Harnröhre. Je nach Ausmaß der Einengung wird das Wasser lassen mehr oder minder stark behindert und kann im Extremfalle zu einer Harnverhaltung führen. Neben Veränderungen an der Harnblase sind insbesondere Spätschäden an den Nieren möglich.

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Harnsteinleiden

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe eines Lebens einen oder mehrere Harnsteine zu bilden, beträgt in Deutschland ca. 4% (in den letzten Jahren wieder mit steigende Tendenz). Bei dieser Größenordnung hat das Harnsteinleiden den Charakter einer Volkskrankheit, vergleichbar mit dem Diabetes mellitus oder Bluthochdruck.

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Kinderwunsch nach Sterilisierungsoperation (Vasektomie)

Nicht selten haben Männer nach einer Sterilisierungsoperation (operative Durchtrennung der Samenleiter) den Wunsch, diese rückgängig zu machen. Solche aufwändigen Eingriffe erfolgen mikrochirurgisch und können in unserer Klinik durchgeführt werden.

 

Impotenz

Der volkstümliche Begriff der Impotenz beschreibt die Unfähigkeit des Mannes zur Ausübung des Geschlechtsverkehrs. Die Unfähigkeit beruht auf einer ungenügenden Gliedversteifung. Bei der erektilen Dysfunktion, dem medizinischen Fachbegriff für Impotenz, handelt es sich um ein weit verbreitetes Problem mit steigender Tendenz im Alter.

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Penisverkrümmung/ Induratio penis plastika

Eine Verkrümmung des Penis kann durch eine angeborene Entwicklungsstörung der Schwellkörper des Gliedes (Schwellkörperhypoplasie) verursacht sein. Häufiger jedoch entsteht eine Penisverkrümmung durch eine Erkrankung die zu Verhärtungen (Plaques) im Schwellkörper führen (Induratio penis plastica, Syn.: Peyronie disease).

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Laparoskopie/laparoskopische Eingriffe

Mit der Entwicklung des Zystoskopes im Jahre 1879 durch Maximilian Nitze war die Geburtsstunde der endoskopischen Diagnostik gegeben. Die Weiterentwicklung der medizinischen Gerätschaft, insbesondere der optischen Systeme bildete eine Grundlage für das endoskopische Operieren am Urogenitaltrakt und damit die Voraussetzungen für die urologische Laparoskopie bis hin zum „DaVinci".

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Niereninsuffizienz/Nierentransplantation

Eine Nierentransplantation ist die Therapie der Wahl bei endgültigem Nierenversagen und der Notwendigkeit einer Nierenersatz-Therapie. Im Vorfeld einer Transplantation als auch in deren Nachgang sind oft Maßnahmen und Operationen erforderlich, die die Ursache für die Niereninsuffizienz beseitigen, Risikofaktoren für die Transplantation ausschalten, die Zeit bis zur Transplantation überbrücken und letztendlich auch deren Erfolg sichern sollen. Solche Eingriffe, wie die Implantation oder Entfernung von CAPD-Kathetern, Entfernung von Eigennieren bzw. nicht mehr funktionierenden Transplantatnieren, als auch Beseitigung von Refluxerkrankungen am Harntrakt oder Sanierung der Abflußverhältnisse werden auch an unserem Haus durchgeführt.

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Prostatahyperplasie (Vergrößerung der Vorsteherdrüse)

Die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) führt zu einer Kompression der Harnröhre und damit zu einer Behinderung beim Wasser lassen (Miktion). Diese Vergrößerung der Prostata ist bei nahezu alle Männern über 70 Jahren nachweisbar. Jedoch führt sie nicht bei allen Patienten zu Beschwerden. Damit muß nur jeder 4. Mann infolge dieser Erkrankung behandelt werden.

Gründe für die Behandlung sind die inkomplette Entleerung der Harnblase (Restharnbildung, bis hin zum Harnverhalt), ein abgeschwächter Harnstrahl und auch ein gehäuftes nächtliches Wasser lassen. Die Behandlung erfolgt anfangs mit Medikamenten. Bei unzureichendem Erfolg sind im weiteren Verlauf operative Verfahren notwendig, wobei in den meisten Fällen eine transurethrale Resektion der Prostata erfolgt.

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