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Klinik für Neurologie

Leistungsspektrum

Die Klinik für Neurologie am St. Georg Klinikum beschäftigt sich mit allen in der Bevölkerung vorkommenden neurologischen Erkrankungen.

Die neurologische Basisversorgung dient als Grundlage für die wissenschaftlich basierte und leitlinienorientierte Arbeit an unserer Klinik.

Zum Behandlungsspektrum zählen vor allem Schlaganfälle sowie Sinusvenenthrombosen, entzündliche ZNS-Erkrankungen wie die Multiple Sklerose, Hirnhaut- und Hirnentzündungen sowie Polyneuropathien und Motoneuronerkrankungen wie die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder die Myasthenia gravis. Die Differenzierung von Anfallserkrankungen und Epilepsien stellen einen Behandlungsschwerpunkt dar. Ferner werden sämtliche Parkinson-Syndrome, Demenzformen und Muskelerkrankungen diagnostiziert und behandelt. Hierfür wird eine hervorragend ausgestattete funktionsdiagnostische Abteilung vorgehalten. Hier bilden die Neurosonologie (Gefäße und Hirnparenchym; Nervensonographie) und die Elektroencephalographie (EEG, mobiles EEG, Langzeit-EEG, Schlafentzugs-EEG) einen diagnostischen Schwerpunkt. Auch akute und chronische Kopfschmerzen, Migräne und Schwindelerkrankungen gehören zum Behandlungsbereich. Ein Schwindellabor mit Okulographie, Hirnstammelektrophysiologie und videobasierter Diagnostik wird ausgebaut.

Die Klinik verfügt über 38 Betten und eine Stroke-Unit mit 8 Behandlungsplätzen, auf der die neuesten Behandlungsverfahren wie die systemische Thrombolyse leitlinienbasiert bei Schlaganfällen durchgeführt werden. Außerdem werden auf der intensivmedizinischen Abteilung 2 Intensivbetten für neurologische Patienten vorgehalten.

Nicht selten sind neurologische Symptome durch Stoffwechselstörungen, Systemerkrankungen Gefäßerkrankungen, Gerinnungsstörungen, Tumore, Infektionen oder psychiatrische Erkrankungen verursacht, welche im Rahmen der neurologischen Erkrankungen diagnostiziert und therapiert werden. Daher arbeiten wir in enger Kooperation mit anderen Fachabteilungen im St. Georg Klinikum zusammen. Die Medizinische Klinik I führt alle relevanten kardiologischen Untersuchungen zur komplementären Diagnostik neurologischer Erkrankungen durch (TEE, TTE, Schellong-Test, Kipptisch-Untersuchung). Die gefäßchirurgische Klinik hält die notfallmäßige Operation von Carotisstenosen vor. Mit der radiologischen Praxis Dr. Müller-Obliers et coll. besteht eine optimale Zusammenarbeit um alle gängigen radiologischen Untersuchungsverfahren (CT, 1,5-Tesla MRT, DSA) zur Verfügung zu stellen. Ferner besteht eine Kooperation mit dem Universitätsklinikum Jena. Hierhin können radiologische Aufnahmen binnen Minuten gesendet werden um eine neurochirurgische oder neuroradiologische Intervention zu planen. Weiterführende Therapien, wie die Plasmapherese können so in kürzester Zeit mit den Kollegen der neurologischen Universitätsklinik, Prof. Dr. med O.Witte, geplant und durchgeführt werden.

Im Folgenden sind die häufigsten neurologischen Erkrankungen, die unseren klinischen Alltag dominieren, aufgeführt:

  • Durchblutungsstörungen von Gehirn und Rückenmark (Infarkte), einschließlich zerebraler Mikroangiopathie, Verengungen der Halsschlagadern (z.B. Carotisstenosen) und Hirnarterien
  • Sinus- und Hirnvenenthrombosen
  • Anfallsleiden (Epilepsie)
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson-Syndrome
  • Restless-legs-SyndromMultisystematrophien
  • Alzheimer-Demenz und andere Demenzformen
  • Migräne und andere, auch atypische Kopfschmerzformen
  • Schwindelerkrankungen, wie der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel, Neuronitiden, Vestibulopathien
  • Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Gehirnentzündungen (Enzephalitis), insbesondere die limbische Encephalitis
  • Akute (GBS) und chronische Polyneuropathien
  • Gefäßentzündungen, Vaskulitiden
  • Neuroborreliose
  • Bandscheibenerkrankungen
  • Motoneuronerkrankungen (z.B. Amyotrophe Lateralsklerose)
  • Myasthenia gravis
  • Dystone Erkrankungen und Dyskinesien (z.B. Chorea Huntington, Torticollis)
  • Muskelerkrankungen
  • Überlappende Diagnostik und Therapie von psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen
  • Additive Schmerztherapie