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Niereninsuffizienz/Nierentransplantation

Eine Nierentransplantation ist die Therapie der Wahl bei endgültigem Nierenversagen und der Notwendigkeit einer Nierenersatz-Therapie.

 

Allgemeines

Die Ursachen der Nierenschädigung sind sehr vielgestaltig. Die entscheidende Rolle spielen hierbei Entzündungen, Störungen des Blutflusses und des Harnabflusses, angeborene Veränderungen, Vergiftungen und Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems (immunologische Reaktion). Zu den häufigsten und bekanntesten Nierenerkrankungen gehören die Nierenentzündung (Glomerulonephritis, Pyelonephritis), die Zystennieren, erworbene oder angeborene Schrumpfnieren (v.a. durch Refluxerkrankungen), so genannte Wassersack-Nieren (Hydronephrose) aufgrund von Harnabfluss-Störungen sowie lange bestehende Stoffwechselerkrankungen (z.B. Zuckererkrankungen).

 

Stadieneinteilung

Man unterscheidet ein vorübergehendes Nierenversagen von einem endgültigen Ausfall der Nierenfunktion. Darüber hinaus kann man durch bestimmte Medikamente oder auch durch entsprechende Operationen eine teilweise Nierenfunktionseinschränkung therapieren und den endgültigen Verlust der Nierenfunktion aufhalten oder bremsen. Nach dem endgültigen und irreversiblen Ausfall der Nierenfunktion (terminale Niereninsuffizienz) bleibt als Therapie nur noch die Behandlung mit einer künstlichen Niere (Hämodialyse), einer Entgiftung über das Bauchfell (Peritoneal-Dialyse) oder die Nierentransplantation.

 

Therapie

Eine Nierentransplantation ist die Therapie der Wahl bei endgültigem Nierenversagen und der Notwendigkeit einer Nierenersatz-Therapie. Im Vorfeld einer Transplantation als auch in deren Nachgang sind oft Maßnahmen und Operationen erforderlich, die die Ursache für die Niereninsuffizienz beseitigen, Risikofaktoren für die Transplantation ausschalten, die Zeit bis zur Transplantation überbrücken und letztendlich auch deren Erfolg sichern sollen. Solche Eingriffe, wie die Implantation oder Entfernung von CAPD-Kathetern (für die Bauchfelldialyse), Entfernung der Eigennieren (Infektionsrisiko) oder von nicht mehr funktionierenden Transplantatnieren, als auch die Beseitigung von Refluxerkrankungen am Harntrakt oder Sanierung der Abflußstörungen werden an unserem Haus durchgeführt. Der Chefarzt kann dabei auf Erfahrungen von mehreren hundert Nierentransplantationen zurück greifen.