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Operationen

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Hella Kaffai
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Hüftendoprothetik

Operation der Hüfttotalendoprothese

Die Operation kann sowohl in Vollnarkose als auch in einer Teilnarkose durchgeführt werden. Bei beiden Verfahren hat der Patient keine Schmerzen. Das zu operierende Bein und die Hüfte werden mit einer desinfizierenden Lösung mehrfach abgewaschen und sterile Tücher um das OP-Feld geklebt. Nun kann der Hautschnitt erfolgen und im Weiteren das Eröffnen des kranken Hüftgelenkes. Sorgfältig werden Muskeln Nerven und Blutgefäße geschont. Das Hüftgelenk wird dargestellt. Der kranke Hüftkopf wird entfernt. Die Hüftpfanne wird mit entsprechenden halbkugeligen Fräsen vorbereitet. Sparsam wird der Knochen angefrischt und dann je nach Befund die entsprechende Pfanne eingesetzt. Es gibt mehrere Möglichkeiten: eine sog. Schraupfanne kann in den Knochen hinein geschraubt werden, oder eine sogenannte Press-fit-Pfanne kann verwendet werden: diese Pfanne verklemmt sich im Knochen beim Einschlagen. Natürlich kann auch eine Pfanne einzementiert werden, in allen Fällen wird eine feste Verbindung von Pfanne und Knochen erzielt, hinterher kann der Patient voll belasten. Nachdem die neue Pfanne eingesetzt (implantiert) ist, wird der Oberschenkelknochen für die Aufnahme des Prothesenschaftes vorbereitet. Der Markraum wird eröffnet und schrittweise mit Raspeln immer weiter aufgeraspelt, bis die richtige Größe erreicht ist. Entweder wird der Prothesenschaft zementfrei „eingeschlagen“ oder der Schaft wird zementiert, je nach Befund und nach vorheriger Absprache. Anschließend wird das Hüftgelenk reponiert (wieder eingerenkt) mit einem Probekopf. Es gibt Köpfe in verschiedenen Längen, sodass man hier in gewissen Grenzen sowohl Länge als auch Spannung ausgleichen kann. Nachdem die entsprechende Kopflänge gefunden wurde, wird wieder luxiert, der Probekopf abgenommen und der Originalkopf, entweder aus Metall oder Keramik aufgesetzt. Nun kann das neue Hüftgelenk wieder eingerenkt (reponiert) werden. Es wird nochmals abschließend in allen Richtungen des Raumes durchbewegt, um sicherzustellen, dass keine Verrenkungstendenz besteht Dann wird gespült. Je nach Befund werden Redondrainagen eingelegt, aus denen später dann Wundflüssigkeit und Blut abgesaugt werden kann. Die Weichteile werden schichtweise verschlossen und die Haut anschließend in den meisten Fällen mit Klammernaht verschlossen. Es erfolgt dann ein Verband. Zum Ende der Operation wird noch im Operationsaal eine Röntgenaufnahme durchgeführt, um die Stellung der Prothese zu kontrollieren und zu dokumentieren

Knieendoprothetik

Operation der Total-Knieprothese

Die Operation kann sowohl in Vollnarkose als auch in einer Teilnarkose durchgeführt werden. Bei beiden Verfahren hat der Patient keine Schmerzen. Das zu operierende Bein wird bis zum Oberschenkel mit einer desinfizierenden Lösung mehrfach abgewaschen und sterile Tücher werden um das OP-Feld geklebt. Danach kann die Operation begonnen werden. Das Knie wird durch eine längsverlaufende Hautinzision eröffnet. Jetzt kann direkt in das Knie hineingesehen werden: oft besteht eine stark gerötete Schleimhaut. Meistens besteht ein vollschichtiger Knorpelschaden, sodass der Knochen schon freiliegt. Die Kniescheibe wird zur Seite weggehalten, wobei die Strecksehne möglichst geschont wird. Das Knie wird dann auf 90° gebeugt. Menisken und vorderes Kreuzband werden entfernt. Anschließend können die Gelenkflächen des Oberschenkels und des Schienbeines mit sogenannten Sägeschablonen vorbereitet werden. Sparsam wird Knochen entfernt und zwar genau so, dass dann die Prothesenanteile exakt passen. Es gibt die unterschiedlichsten Prothesengrößen. Diese werden so gewählt, dass sie weder zu groß, noch zu klein sind, nicht überstehen und ungefähr der normalen anatomischen Form entsprechen. Wenn alles vorbereitet ist, können die Originalprothesen dann zementiert werden. Zunächst wird in aller Regel der tibiale (schienbeinseitige) Anteil der Prothese mit Knochenzement einzementiert. Danach wird der femorale (oberschenkelseitige) Anteil der Prothese zementiert. Austretender Zement wird gründlich entfernt. Dann kommt zwischen die beiden Prothesenanteile das sogenannte Inlay, das die Gleitbewegungen ermöglicht Das Inlay ist eine leicht bogenförmige Scheibe. Das Inlay gibt es in verschiedenen Höhen, sodass hier auch ein Längenausgleich, je nach Bandspannung, erfolgen kann. Das Inlay besteht aus Kunststoff, sog. Polyäthylen. Nach Aushärten des Knochenzementes wird das Knie nochmals durchbewegt. Es wird gespült, meistens eine Redondrainage eingelegt und die Weichteile wieder verschlosen. Anschließend wird ein leichter Kompressionsverband angelegt mit einer Tour Watte und einer elastischen Binde. Zum Ende der Operation wird noch im Operationsaal eine Röntgenaufnahme durchgeführt, um die Stellung der Prothese zu kontrollieren und zu dokumentieren.