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Sehr viele Menschen leiden unter sogenannten polyneuropathischen Beschwerden. Dies beinhaltet meistens schmerzhafte Gefühlsstörungen an den Füßen, Beinen und Händen, welche sehr hohen Leidensdruck auf die Patienten ausüben. Als Folgeerkrankungen sind innere Unruhe, Schlafstörungen oder sogar depressive Störungen zu befürchten. Viele dieser Patienten haben mehrere Ärzte schon aufgesucht. Auch Medikamentenübergebrauch spielt oftmals eine Rolle.

Die üblichen Risikofaktoren für eine Polyneuropathie wie Diabetes, Alkoholabusus oder Chemotherapie werden ambulant gut diagnostiziert, wenn diese aber nicht vorliegen, ist das Spektrum der ambulanten Medizin meist nicht mehr ausreichend.

In unserem elektrophysiologischen Labor werden zunächst die motorischen und sensiblen Nerven gemessen. Ferner ist es möglich, Zusammenhänge zwischen Plexuserkrankungen oder Rückenmarkserkrankungen herzustellen. Schließlich halten wir sämtliche Laboruntersuchungen vor. In Ausnahmefällen ist auch eine Nervenwasserpunktion notwendig. Da im Rahmen dieser Diagnostik aber auch ein gewisser Prozentteil der Genese der Beschwerden unentdeckt bleibt, bieten wir die standardmäßige Biopsie von Haut, Nerven oder Muskeln an. Wir arbeiten eng mit dem neuropathologischen Labor der Universitätsklinik Jena zusammen, wo die ausführliche Gewebsuntersuchung dann folgt. Nichtsdestotrotz bleiben etwa 20 Prozent der Polyneuropathien unklar, weswegen wir dann auch einen Schwerpunkt auf die Therapie bzw. die Bildung einer Perspektive für solche Patienten legen.

Multimodal mit unseren Ergo- und Physiotherapeuten sowie unserer Schmerztherapie versuchen wir Patienten dann einen positiveren Ausblick in den weiteren Erkrankungsgang zu geben.