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Zentrale Notaufnahme

Zentrale Notaufnahme

In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am St. Georg Klinikum Eisenach werden jährlich rund 40.000 Menschen akut- und notfallmedizinisch versorgt. Die Zahl der Patienten, die die Notaufnahme aufsuchen, wächst dabei jedes Jahr stetig an. Etwa die Hälfte der Patienten benötigen eine weiterführende stationäre Behandlung im St. Georg Klinikum Eisenach.

In der Zentralen Notaufnahme des St. Georg Klinikums Eisenach werden die Patientinnen und Patienten gemäß ihrer Behandlungsdringlichkeit auf Basis einer Ersteinschätzung versorgt. Dazu gibt es fünf Kategorien: Sofortige Behandlung (rot), sehr dringliche Behandlung (orange), dringende Behandlung (gelb), normale Behandlungsdringlichkeit (grün) und niedrige Behandlungsdringlichkeit (blau). Daher kann es auch sein, dass Patienten schneller versorgt werden, obwohl Sie erst nach einem anderen Patienten in die Zentrale Notaufnahme kamen.

Die Zentrale Notaufnahme am St. Georg Klinikum Eisenach ist eine unter eigenständiger ärztlicher Leitung organisierte und strukturierte Einrichtung. Die Mitarbeiter der Pflege sind fest zugeordnet, das ärztliche Team besteht aus fest zugeordneten Assistenz-, Fach- und Oberärzten sowie aus Kollegen und Kolleginnen, die aus ihren Heimatkliniken in die Zentrale Notaufnahme rotieren.

 

Aufgaben der Zentralen Notaufnahme

Die Behandlung und die Beratung aller medizinischen Notfälle ist zentrale Leistung der Zentralen Notaufnahme am St. Georg Klinikums Eisenach. Dies wird mit hoher Effizienz und Qualität erbracht und als besonderes Merkmal herausgestellt. Mit dem Ziel die Diagnostik und Therapie aller Notfallpatienten der Region und darüber hinaus weiter zu optimieren, erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Verzahnung mit allen Fachabteilungen/Kliniken des St. Georg Klinikums Eisenach.

Aufgaben- und Leistungsspektrum einer interdisziplinären Zentralen Notaufnahme

  • Sichtung der Patienten und Einschätzung der Vitalfunktionen (Triage)
  • Organisation und Einleitung der Initialtherapie
  • Durchführung eines definierten Diagnostik- und Maßnahmenbündels vor Aufnahme des Patienten auf eine spezifische weiterbehandelnde Fachabteilung/Klinik
  • Durchführung der medizinischen Diagnostik und therapeutischen Maßnahmen von ambulanten Patienten
  • anschließende Zuordnung des Patienten zu einer innerklinischen Fachabteilung/Klinik

Insbesondere Wert muss hierbei auf die Versorgung potentiell schwerverletzter Patienten und kritisch kranker Patienten in speziell vorgehaltenen Schockraumstrukturen in der Zentralen Notaufnahme gelegt werden.

Als wichtiges Kettenglied bei der Notfallversorgung im Falle eines Massenanfalls von Verletzten oder Erkrankten (bei internen und externen Schadenslagen) ist die Zentrale Notaufnahme Bestandteil der Krankenhauseinsatzleitung.


Infrastruktur der Zentralen Notaufnahme

Hinsichtlich der Infrastruktur ist die Zentrale Notaufnahme des St Georg Klinikums Eisenach mit einem Schockraum, und fünf Behandlungsplätzen, sowie einen Eingriffsraum ausgestattet und beinhaltet in engster Kooperation mit den zuständigen Fachabteilungen die Aufnahme- und Versorgungsstruktur der Stroke-Unit und des Traumazentraums.

Es ist ein Pflegekraft- und IT-basiertes System zur administrativen Erfassung und Ersteinschätzung (Triage) etabliert. Standardisierte Arbeitsabläufe, eine moderne technische Ausstattung und geeignete Raumstrukturen sorgen für eine hohe Versorgungsqualität in unserer Notaufnahme.

Räumliche Bedingungen

In einer Zentralen Notaufnahme wird darauf geachtet, "gehfähige" Patienten (sog. "walking emergencies"), also Selbsteinweiser oder Hausarztpatienten, getrennt von den "liegenden" Patienten aufzunehmen, die vom Rettungs- und Notarztdienst zugewiesen werden. Geeignete Raumstrukturen ermöglichen dabei eine optimale Patientenbehandlung und sind die Grundlage für die zeitgleiche Behandlung auch mehrerer Notfallpatienten.

Während Selbsteinweiser nach der initialen Ersteinschätzung der Dringlichkeit und Vitalgefährdung häufig noch im Wartebereich Platz nehmen können, werden liegend zugeführte Patienten direkt an einem Behandlungsplatz mit Überwachung aufgenommen. Hierzu stehen in der Zentralen Notaufnahme des St. Georg Klinikums Eisenach 5 Akutbehandlungskabinen und ein Eingriffsraum zur Verfügung.

Alle Behandlungsplätze sind mit Sauerstoffanschlüssen, Überwachungsmonitoren, multifunktionellen Behandlungsliegen, Infusionsständern, Pflegearbeitswagen und EDV-Arbeitsplätzen nach dem modernsten Standard ausgestattet. Für jeden Bereich der Zentralen Notaufnahme stehen Notfallwagen mit einer darüber hinausgehenden medikamentösen und apparativen Ausstattung zur unmittelbaren Behandlung akuter Notfälle zur Verfügung. 

Für schwersterkrankte oder kritisch kranke Patienten ist ein speziell ausgestatteter „Schock-raum" verfügbar, der auch intensivmedizinische Maßnahmen (z.B. Beatmung, Herzkreislauftherapie, invasive Kreislaufüberwachung) unmittelbar ermöglicht.

Besondere Aufnahmebereiche sind für infektiöse Patienten zu organisieren (sog. Isolationskabinen), die gleichermaßen als multifunktionelle Kabinenbereiche genutzt werden können. Ergänzend sind Arbeits- und Funktionsbereiche (z.B. Wundversorgung) und ein sicheres und risikoarmes Arbeitsumfeld notwendig. Dies bedeutet einerseits kurze Wege für das Personal, aber auch ausreichend Platz für die aufzunehmenden Patienten unter Monitorbedingungen.

Labor und apparative Diagnostik

Mit den Fachabteilungen/Kliniken und dem Labor des St. Georg Klinikums Eisenach abgestimmte Standard Operation Procedures (SOPs) sichern standardisierte Behandlungsprozesse. So ist auch die notwendige Labor-, aber auch bildgebende (Röntgen-) Diagnostik in entsprechenden SOPs hinterlegt.

In der Zentralen Notaufnahme stehen Sonographiegeräte zur Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, des Brustkorbes und des Herzens zur Verfügung. Darüber hinaus benötigen viele Patienten der Zentralen Notaufnahme eine Computertomographie oder andere diagnostische Maßnahmen. Die in unmittelbarer Nähe zu den Schockräumen vorhandenen zwei Computer- bzw. Magnetresonanztomographen, als hochmoderne bildgebende Diagnostikeinheit der überörtlichen radiologischen Gemeinschaftspraxis Eisenach-Eschwege, sind für alle vital gefährdete Patienten (z.B. bei Schlaganfall, Lungenembolie, Aortendissektion, Trauma) von wesentlicher Bedeutung.

Konventionelle Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs bzw. des Bauchraumes werden in dieser Praxis ebenfalls vorgenommen. Unser Pflegepersonal übernimmt den fachgerechten Transport zur Bildgebung und zurück.

Medizinisch technische Ausstattung

Neben der fachlichen Qualifikation aller Teammitglieder ist die medizin-technische Ausstattung der Zentralen Notaufnahme von besonderer Bedeutung. Alle für die Überwachung und Behandlung von akut erkrankten bzw. verletzten Notfallpatienten notwendigen (intensiv-) medizinischen Geräte stehen zur Verfügung.

Stroke Unit

Die Zentrale Notaufnahme des St. Georg Klinikums Eisenach dient als primärer Anlaufpunkt für die Behandlung akuter Schlaganfallpatienten durch die Stroke Unit der Klinik für Neurologie.

Das Team der Stroke Unit behandelt in enger Kooperation mit den Kliniken für Kardiologie und Gefäßchirurgie alle Patienten mit akut einsetzenden Schlaganfallsymptomen (Hirninfarkte, Hirnblutungen, transitorisch-ischämische Attacken).

Hierbei haben modernste bildgebende Methoden eine besondere Bedeutung für die Indikationsstellung zur rekanalisierenden Therapie des akuten Hirninfarktes. Diese umfasst im St. Georg Klinikum neben der medikamentösen Therapien auch Rekonstruktive Chirurgie und Stentapplikation im Bereich der hirnversorgenden extrakraniellen Gefäße (Halsschlagader) die über das Team der Klinik für Gefäßmedizin verfügbar sind.

Alle erforderlichen Verfahren der Akuttherapie werden in der Zentralen Notaufnahme in einem interdisziplinären Setting und in unmittelbarer räumlicher Nähe vorgehalten, um nach dem Grundsatz „Time is brain“ die schnellstmögliche leitliniengerechte Therapie umzusetzen. Eng verzahnt mit der Akuttherapie sind umfassende diagnostische Verfahren zur Aufklärung der Schlaganfallursache und Implementierung der optimalen Sekundärprävention, und der unmittelbare Beginn rehabilitativer Therapien. Die Schlaganfallstation bietet hierfür 8 Akutbehandlungsplätze mit allen erforderlichen Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten.

Zusätzlich wurden der Neurologische Frührehabilitation (Phase B) für schwerstbetroffene Patienten mit Beatmung 5 Betten zur strukturierten Nachbehandlung angegliedert, die zusammen mit den Akutbetten von einem speziell geschulten Ärzte-, Pflege- und Therapeuten-Team „aus einer Hand“ betreut werden. Die Gesamteinheit wurde 2016 durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft als „Stroke Unit“ zertifiziert.

Weitere Informationen zu unserer Stroke Unit finden Sie hier

Regionales Traumazentrum

Das St. Georg Klinikum Eisenach ist als regionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Thüringen von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert. Zur Versorgung schwerverletzter Patienten verfügt die Zentrale Notaufnahme über einen Schockraum. Hier werden zu jeder Tages- und Nachtzeit schwerverletzte Patienten gemäß der S3 Leitlinie „Schwerverletzten-Behandlung“ und dem Weißbuch der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie durch ein klar definiertes interprofessionelles und interdisziplinäres Team behandelt.

Ein interdisziplinär vereinbarter Schockraumleitfaden garantiert eine standardisierte und strukturierte Schwerverletztenversorgung. Die räumliche Nähe des Computertomographen ermöglicht die zeitnahe Diagnostik ohne lange Wege. Eine strukturierte Ausbildung aller Beteiligten in Form von Schockraumtrainings sowie regelmäßig stattfindenden Qualitätszirkel komplettieren die Maßnahmen. Die Qualität der Versorgung wird durch die Teilnahme am TraumaRegister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und regelmäßig stattfindende externe Zertifizierungsprozesse (zuletzt Mai 2018) kontrolliert und geprüft.

Eine Übersicht unserer zertifizierungen finden Sie hier

Qualitätssicherung

Ein gutes Qualitätsmanagement stellt in der Notfallmedizin eine wichtige Grundlage für die optimierte Patientenbehandlung dar. Diese setzen wir auch in der Zentralen Notaufnahme des St. Georg Klinikums Eisenach um, denn nur so können wir hohe nationale und internationale Standards sichern.

Neben baulichen Voraussetzungen ermöglichen auch die apparative und personelle Ausstattung sowie interdisziplinär eindeutig festgelegte Prozeduren/ Behandlungspfade eine hohe Behandlungsqualität auch an einer solch hochfrequentierten Lokalisation wie der Zentralen Notaufnahme.

 

Regelmäßig finden Visiten, Teambesprechungen, Fortbildungen sowie Fallkonferenzen mit den anderen Fachabteilungen/Kliniken des Hauses aber auch mit den Rettungsdiensten statt, um die Abläufe weiter zu optimieren und ein hohes Niveau zu erzielen. In der Zentralen Notaufnahme wird ein modernes EDV-System verwendet, dass die einzelnen Abschnitte der medizinischen Versorgung minutengenau dokumentiert. Die so erhobenen Zeitintervalle werden regelmäßig ausgewertet und überprüft. Jeder Krankheitsverlauf wird unter Berücksichtigung der Regeln des Datenschutzes dokumentiert und ausgewertet.

Unser Ziel: Der Patient steht im Mittelpunkt! Ziel ist eine rasche und effektive notfallmedizinische Behandlung zum Wohle des Patienten vor dem Hintergrund des aktuellen Standes der Wissenschaft und Forschung.

Chefarzt

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Dipl. med. Mathias Kalisch

Kontakt

Zentrale Notaufnahme
St. Georg Klinikum Eisenach
Mühlhäuser Straße 94
99817 Eisenach

 

Email: notaufnahme@stgeorgklinimkum.de

Tel: 0049 3691 6983000

Fax: 0049 3691 6987300