Sprechstunden Im Notfall
Time is Brain - Zeit ist Hirn

Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) in der Klinik für Neorologie

Alexander Strickler Neurologie web

Alexander Strickler

leitet seit Januar 2018 die Klinik für Neurologie. Für ihn und sein Team steht der Mensch im Mittelpunkt.

Sprechstunden

Neurologie/Stroke Unit

Anmeldung:

Neurologie/Stroke Unit

Sekretariat

Doreen Herold
Tel. 03691 698 2801
03691 698 7280

Stroke Unit/Station C11
Tel. 03691 698 2210

Diensthabender Arzt Notaufnahme
Tel. 03691 698 2807

"Time is Brain - Zeit ist Hirn"

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall rufen Sie sofort über die 112 den Notarzt!

Ein Schlaganfall ist ein Notfall, der sofort von einem Spezialisten behandelt werden muss!

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall und sollte so schnell wie möglich in einer für die entsprechende Diagnostik und Therapie ausgestatteten Klinik behandelt werden.

Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit)

Die Klinik für Neurologie des St. Georg-Klinikums verfügt über eine zertifizierte Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) mit 6 Monitorplätzen und einer hochmodernen Ausstattung zur Versorgung von akuten Schlaganfallpatienten.

Das Ziel unserer Stroke Unit ist es, Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, schnellstmöglich eine optimale medizinische und pflegerische Versorgung zukommen zu lassen. Nach einer unmittelbaren und umfassenden Diagnostik wird eine zielgerichtete und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den aktuellen Leitlinien ausgerichtete Therapie eingeleitet, die individuell auf den jeweiligen Patienten und sein Krankheitsbild exakt zugeschnitten ist.

Um dies zu gewährleisten, arbeitet ein Team aus besonders geschulten Ärzten und Pflegepersonal zusammen mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden (Sprachtherapeuten) und Sozialarbeitern.

Darüber hinaus erfolgt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Internisten, Anästhesisten, Radiologen und Gefäßchirurgen direkt vor Ort. Ferner besteht die Möglichkeit umfassender Konsiliarleistungen durch alle in unserem Haus vertretenen Kliniken.

Darüber hinaus besteht eine direkte Kooperation mit den jeweiligen Kliniken für Neurochirurgie, Neurologie und Neuroradiologie des Universitätsklinikums in Jena.

Unser Leistungsspektrum umfasst dabei folgende Punkte:

  • Computertomographie (CT) mit CT-Angiographie und CT-Perfusion
  • Kernspintomographie (MRT)
  • Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße extra- und intracraniell
  • Transthorakales Herzechokardiographie (TTE) und Transösophageale Herzechokardiographie (TEE)
  • Hirnstrommessung (EEG)
  • Labordiagnostik (incl. Gerinnungs- und Vaskulitis-Diagnostik, Lipid-Status, Langzeitblutzucker-Messungen)
  • Kontinuierliches Monitoring (Blutdruck, Puls, Temperatur, EKG, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung) über 24 bis 72 Stunden, ggf. auch länger
  • Flüssigkeits-Bilanzierung mit Kontrolle der Ein- und Ausfuhr
  • Logopädisches Schluckscreening, FEES geplant
  • Akutrehabilitation: Physio- und Ergotherapie
  • Event-Recorder- (Herzmonitor) Implantation
  • Detektion von Vorhofflimmern
Was ist ein Schlaganfall?

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall und sollte so schnell wie möglich in einer für die entsprechende Diagnostik und Therapie ausgerichteten Klinik behandelt werden. Die Klinik für Neurologie im St. Georg-Klinikum in Eisenach verfügt über eine Schlaganfall-Spezialstation -eine sogenannte Stroke Unit- mit einer hochmodernen Ausstattung zur Versorgung von Patienten mit akutem Schlaganfall.

Ein Schlaganfall ist immer die Folge einer Durchblutungsstörung im Gehirn. Diese kann verursacht sein durch:

  • Die häufigste Ursache (etwa 80%) eines Schlaganfalls ist eine Minderdurchblutung des Hirngewebes. Diese beruht meist auf einem Gefäßverschluss, entweder durch die Einengung eines hirnversorgenden Gefäßes oder durch ein Blutgerinnsel z.B. aus dem Herzen kommend. Man spricht dann von einem ischämischen Schlaganfall.
  • Eine weitere Ursache für eine Durchblutungsstörung kann eine Blutung im Gehirn sein, z.B. hervorgerufen durch den Einriss oder das Platzen eines das Gehirn vor Ort versorgenden Blutgefäßes (etwa 15%). Man spricht dann von einem hämorrhagischen Schlaganfall – auch Hirnblutung genannt.
  • Es gibt aber auch Blutungen im Gehirn, die aus einer meist angeborenen, seltener erworbenen Gefäßausstülpung, einem sogenannten Aneurysma, kommen (etwa 5%) und ebenfalls zu einer Durchblutungsstörung im Gehirn führen können.

Allen diesen Vorgängen ist gemeinsam, dass die Nervenzellen im Gehirn immer zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe erhalten, so dass sie zugrunde gehen.

Was sind die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls?

Die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls

Durch einen Schlaganfall entstehen unabhängig von der zugrundeliegenden Ursache typische neurologische Ausfallmuster, die folgendermaßen aussehen können:

  • Halbseitenlähmung
    Plötzlich auftretende Lähmung oder Schwäche von Arm und/oder Bein einer Körperseite.
  • Gefühlsstörung einer Körperhälfte
    Plötzliche Mißempfindung oder komplette Gefühlsstörung von Arm und/oder Bein einer Körperseite.
  • Sprachstörung
    Plötzlicher Verlust der Sprache (Verstehen/Ausdrücken gestört, Worte fallen nicht mehr ein, Produktion komplett sinnloser Sprachinhalte etc.)
  • Sprechstörung
    Plötzlich auftretende undeutliche, verwaschene oder komplett unverständliche Sprechweise.
  • Einseitig hängender Mundwinkel
    Plötzlich auftretender hängender Mundwinkel, meist verbunden mit unkontrolliertem Speichelaustritt aus dem Mund.
  • Schwindel
    Plötzlich einsetzender Schwindel (Dreh- und/oder Schwankschwindel). Oft gleichzeitige Neigung zum Hinfallen.
  • Kurzfristiges/Bleibendes Erblinden
    Plötzliches Erblinden eines Auges, für kurze Zeit oder anhaltend, in der Regel schmerzlos.
  • Gesichtsfeldausfall
    Plötzlicher Ausfall des Gesichtsfeldes auf einer Seite. „Sehen wie mit einer Scheuklappe“.
  • Doppelbilder
    Plötzlich auftretende horizontal oder vertikal versetzte Doppelbilder, entweder beim Blick nach links und rechts oder nur in einer bestimmten Richtung auftretend.
  • Koordinationsstörung
    Plötzlich auftretende Koordinationsstörung im Sinne einer „Ungeschicklichkeit“ in Arm bzw. Hand und/oder Bein bzw. Fuß einer Körperhälfte.
  • Extrem heftige Kopfschmerzen
    Plötzlich einsetzender und extrem starker Kopfschmerz, sogenannter „Donnerschlag-Kopfschmerz bzw. „Vernichtungskopfschmerz“.
  • Bewußtlosigkeit
    Plötzlicher Verlust des Bewußtseins kann auch durch einen Schlaganfall verursacht sein.
Was sind die Risikofaktoren?

Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind

  • Erhöhter Blutdruck
    Ein erhöhter Blutdruck ist ein wesentlicher Risikofaktor für das Auftreten eines Schlaganfalls. Der empfohlene Bereich für den Blutdruck liegt zwischen 120/70 – 140/90 mmHg. Eine Behandlung ist medikamentös, aber auch z. B. durch Reduktion des Körpergewichtes möglich.
  • Diabetes mellitus
    Bei Diabetes mellitus („Zuckererkrankung“) werden die Gefäße durch andauernd erhöhte Zuckerwerte nachhaltig geschädigt. Die dadurch verursachten Verkalkungen (Arteriosklerose) im Gefäßsystem erhöhen das Schlaganfallrisiko. Eine vollwertige Ernährung, Bewegung und Medikamente können das Risiko minimieren.
  • Erhöhte Blutfettwerte
    Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyceride) können ebenfalls zu Verkalkungen der Gefäße führen und somit das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Erhöhte Blutfettwerte (z. B. ein erhöhter LDL-Cholesterinwert) können durch entsprechende Ernährung, ausreichende Bewegung und auch mit Hilfe von Medikamenten gesenkt werden.
  • Rauchen/Nikotinkonsum
    Durch die stimulierende Wirkung des Nikotins auf das gesamte Herz-Kreislauf-System kommt es zum Pulsanstieg sowie zu einer Verengung der Blutgefäße. Dadurch werden eine Erhöhung des Blutdrucks sowie eine Verkalkung der Gefäße begünstigt und das Schlaganfallrisiko erhöht.
  • Vorhofflimmern
    Beim Vorhofflimmern kommt es zu einem unregelmäßigen Herzschlag und es können sich im Herzen Blutgerinnsel bilden. Gelangen diese über die Arterien in das Gehirn, verstopfen sie das betroffene Gefäß und es kommt zu einem Schlaganfall. Eine regelmäßig eingenommene Blutverdünnung kann dies wirksam verhindern.
  • Übergewicht/Bewegungsmangel
    Übergewicht geht oft mit erhöhtem Blutdruck, aber auch mit erhöhten Blutfettwerten einher. Ursachen für Übergewicht sind in der Regel eine unausgewogene Ernährung sowie Bewegungsmangel. Allein mit viel Bewegung kann man mehreren Risikofaktoren des Schlaganfalls vorbeugen.

Die meisten Risikofaktoren begünstigen die Verkalkung der Blutgefäße –die sogenannte Arteriosklerose- die ihrerseits oft die Ursache von Schlaganfällen ist. Die Arteriosklerose fördert aber auch Herzerkrankungen, die über die begleitend auftretenden Rhythmusstörungen ebenso einen Risikofaktor darstellen.
Auch ein höheres Lebensalter begünstigt das Auftreten von Schlaganfällen. So betreffen etwa 75% der Schlaganfälle Menschen nach dem 65. Lebensjahr, bei den über 75-Jährigen ist die Rate bereits dreimal so hoch wie bei den 65- bis 75-Jährigen.

Im nicht lebensbedrohlichen Krankheitsfall ist Ihr Hausarzt für Sie da.

Ist Ihr Hausarzt nicht zu erreichen, steht Ihnen der Kassenärztliche Notdienst unter der zentralen, kostenfreien Tel. 116 117 zur Verfügung. Der Behandlungsraum befindet sich neben der Notfallaufnahme im St. Georg Klinikum Eisenach.

Lebensbedrohliche Notfälle werden in der Notfallaufnahme behandelt. Notruf 112!

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© Tobias Kromke www.flashlight-tk.de