Sprechstunden Im Notfall
Interdisziplinierte Zusammenarbeit

Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie

FTK 0145 Physiotherapie stationar web

Umfassende Versorgung auch nach einer Operation

FTK 0133 OP Chirugie web

Arthroskopische Operationen

FTK 0019 OP Chirugie komp
Dr Thomas Haak Orthopadie Unfallchirurgieund Sporttraumatologie web

Dr. med. Thomas Haak

Herr Dr. med. Thomas Haak leitet seit 2019 die Klinik für Unfallchirurgie / Orthopädie und Sporttraumatologie.

Er ist Facharzt für Chirurgie mit dem Schwerpunkt Unfallchirurgie sowie Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Zudem ist er Mitglied im Bund Deutscher Chirurgen (BDC) und Europas größter Fachgesellschaft für Arthroskopie (AGA).

Das Team der Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie behandelt angeborene und erworbene Erkrankungen des Bewegungsapparates und vertritt ein umfangreiches Behandlungsspektrum der Fachgebiete Unfallchirurgie und Orthopädie.

Gut vernetzt durch starke Kooperationen

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen, besonders mit den Kollegen der Anästhesie, der Allgemeinchirurgie, der Kinder- und Jugendmedizin und der Radiologie (inklusive CT und MRT). So ergeben sich optimale Voraussetzungen für die Behandlung von Schwerstverletzten (Polytrauma) sowie von Erwachsenen und Kindern mit sonstigen unfallchirurgischen und orthopädischen Krankheitsbildern. Darüber hinaus bestehen enge Kooperationen mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, insbesondere im Bereich der Neurochirurgie, und mit dem Universitäts-Klinikum in Jena.

Umfassende Versorgung auch nach einer Operation

Wir bieten ein großes Spektrum an minimalinvasiven (gewebeschonenden) Operationsverfahren. Dazu zählen arthroskopische Operationen am Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenk genauso wie der minimalinvasive Einbau von künstlichen Hüftgelenken (AMIS-Technik). Dies verkleinert das Risiko von Infektionen, reduziert postoperative Schmerzen und ermöglicht eine raschere Genesung.

Durch eine gute Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachkollegen und dem MVZ des Klinikums ist eine qualifizierte Vor- und Nachbehandlung unserer Patienten entsprechend gewährleistet.

Sprechstunden

BG-Sprechstunde

Mo., Di., Do., Fr. 8.30–11.30 Uhr

Indikationssprechstunde

Mo., Di., Mi., Do., Fr. 12.00–14.00 Uhr

Nachkontrollsprechstunde

Mo., Di., Do., Fr. 14.00–15.00 Uhr

Privat-Sprechstunde

Mi. 10.00–12.00 Uhr

Anmeldung:

Zentraler Sprechstundenbereich

Tel. 03691 698-3046

Leistungen

Unser Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum der Klinik umfasst die Diagnostik und Behandlung von Verletzungen des Muskel- und Skelettsystems nach Verkehrs-, Sport- und sonstigen Unfällen sowie von chronischen und degenerativen, altersbedingten Erkrankungen.

Neben der Versorgung knöcherner Verletzungen mit den modernsten Osteosynthese-Verfahren, werden insbesondere auch Verfahren zur Korrektur knöcherner Fehlstellungen und zum langfristigen Erhalt der Gelenke angeboten. Hierzu zählen u.a. Umstellungsosteotomien, Korrekturen von Gelenkfehlbildungen, Operationen zur Gelenkstabilisierung und Sehnenrefixationen. In diesem Zusammenhang haben arthroskopische Operationen einen hohen Stellenwert und finden am Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenk routinemäßige Anwendung.

Verletzungen der Wirbelsäule und des Beckens werden sowohl konservativ als auch operativ behandelt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Endoprothetik aller großen Gelenke (Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Kniegelenk). Dabei liegt besonderes Augenmerk auf gewebeschonenden Operationstechniken, wobei insbesondere die Implantation künstlicher Hüftgelenke minimalinvasiv erfolgt.

Weitergehende Informationen zu unserem Leistungsspektrum

Knochenbruchversorgung

Versorgung von Knochenbrüchen des gesamten Bewegungsapparates.

Traumatologie
  • Schwerverletztenversorgung (Polytrauma)
  • Kindertraumatologie (Ist ein Kind verletzt, sind wir und die Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin für deren besondere Bedürfnisse da. In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin werden unsere Patienten altersgerecht untergebracht und betreut. Die Mitaufnahme eines Elternteils ist im Vorschulalter problemlos möglich, in manchen Fällen auch darüber hinaus.)
  • Alterstraumatologie
Behandlung von Arbeits- und Wegeunfällen

Die berufsgenossenschaftliche Therapie von Arbeits- und Wegeverletzungen sowie Schulunfällen ist ein Schwerpunkt dieser Abteilung. Die stationären Heilverfahren in der gesetzlichen Unfallversicherung wurden zum 1. Januar 2013 neu strukturiert und dreistufig gegliedert:

  • Stationäres Durchgangsarztverfahren ( DAV )
  • Verletzungsartenverfahren ( VAV )
  • Schwerstverletzungsartenverfahren ( SAV )

Die Landesverbände der gesetzlichen Unfallversicherung beteiligen ausschließlich besonders geeignete Krankenhäuser am Verletzungsartenverfahren. Diese müssen im Hinblick auf die Schwere der Verletzungen spezielle personelle, apparative und räumliche Anforderungen erfüllen und zur Übernahme bestimmter Pflichten bereit sein.
Der Chefarzt der Klinik ist für die DAV und VAV zugelassen, die den Großteil der Verletzungen darstellen. Bezüglich des SAV besteht eine enge Zusammenarbeit mit überregionalen Traumazentren, hier in erster Linie mit dem Universitätsklinikum Jena.

Behandlung von Sportverletzungen

Bei der operativen und nichtoperativen Behandlung von Unfall- und Sportverletzungen bzw. deren Folgen in jeder Altersstufe ist eine möglichst vollständige soziale und berufliche Rehabilitation das Ziel. Beispielgebend sind hier die Kreuzbandersatzplastik am Kniegelenk, Stabilisierungsoperationen bei frischer Ausrenkung der Kniescheibe sowie die Rotatorenmanschettenrekonstruktion und Stabilisierungsoperationen am Schulter- und Schultereckgelenk.

Wirbelsäulenchirurgie

Wirbelsäulenchirurgie (In unserer Klinik werden sowohl Wirbelbrüche, die durch Unfall oder Osteoporose verursacht sind, als auch altersbedingte Verschleißerkrankungen und Bandscheibenvorfälle behandelt. Die konservativen und operativen Therapien orientieren sich dabei an modernsten Behandlungskonzepten. Als operatives Verfahren kommt die Stabilisierung von Wirbelkörperbrüchen von hinten (dorsale Instrumentation) genauso in Betracht wie die Auffüllung von osteoporotisch eingesunkenen Wirbelkörpern mit Knochenzement (sogenannte Vertebro- oder Kyphoplastie). In Zusammenarbeit mit unserem neurochirurgischen Kollegen werden auch Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen und Instabilitäten der Wirbelsäule operativ behandelt. Da Wirbelkörperbrüche oft das erste Zeichen einer Osteoporose darstellen, ist uns die Zusammenarbeit mit einer in der Osteoporosetherapie erfahrenen Medizinerin (Osteologin) sehr wichtig.)

Wiederherstellungschirurgie

Die Wiederherstellungschirurgie umfasst die Behandlung aller Knochen- und Weichteildefekte. Hier ist als Schwerpunkt die Behandlung von chronischen und komplizierten Infektionen zu nennen.

Gelenkerhaltende Operationen

Alle Gelenke des menschlichen Körpers unterliegen einem altersbedingten Verschleiß. Bevor jedoch der Ersatz durch ein künstliches Gelenk (Endoprothese) vorgenommen wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten diesen hinauszuzögern oder zu vermeiden. Angeborene oder erworbene Fehlformen (Deformitäten oder Dysplasien) des Knochens, Knorpeldefekte, Sehnenabrisse oder Bandverletzungen, die zu einer Gelenkinstabilität führen, können unbehandelt den frühzeitigen Verschleiß (Arthrose) eines Gelenkes verursachen. Das Spektrum der gelenkerhaltenden Operationen reicht von arthroskopischen Eingriffen zur Behandlung knöcherner Fehlformen am Hüftgelenk (Femoro-acetabuläres Impingement – FAI) über operative Korrekturen von Achsenfehlstellungen an den Gliedmaßen bis hinzur Korrektur chronischer Instabilitäten der Kniescheibe durch Band- oder Trochleaplastik.

Ambulantes operieren

Eine Vielzahl von operativen Eingriffen kann und muss heutzutage ambulant erfolgen. In einem speziell dafür ausgestatteten ambulanten Operationszentrum wird eine breite Palette der ambulant durchführbaren unfallchirurgischen und orthopädischen Eingriffe vorgenommen.

Behandlungsmethoden

Arthroskopische Chirurgie

Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) ist eine minimalinvasive operative Behandlungsmethode von Gelenken über kleine Hautschnitte. Es wird ein dünnes Metallrohr (Arthroskop) ins Gelenk eingeführt, an dessen Ende sich eine Lichtquelle und eine Kamera befinden. Das Bild ist auf einem Monitor sichtbar, sodass nun die Strukturen im Gelenk eingesehen und therapeutische Maßnahmen vorgenommen werden können. Das Gelenk wird während der Operation kontinuierlich mit Flüssigkeit durchspült, wodurch es sich entfaltet und der Gelenkinnenraum besser einsehbar ist. Der Vorteil der Arthroskopie besteht darin, dass das Gelenk nicht komplett eröffnet werden muss. Diese gewebeschonende Operationsmethode führt u.a. zu einer geringeren postoperativen Schmerzsymptomatik, einem besseren kosmetischen Ergebnis, einer besseren dynamischen Beurteilung der Gelenkstrukturen und zu einem geringeren Infektions- und Thromboserisiko. Am häufigsten kommen arthroskopische Techniken an den großen Gelenken (Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Knie, oberes Sprunggelenk) zur Anwendung.

Alle im Folgenden aufgeführten arthroskopischen Behandlungen werden in unserer Klinik entsprechend der neuesten medizinischen Standards durchgeführt.

Schulterarthroskopie

Schulterarthroskopie

Die Schulterarthroskopie bietet die Möglichkeit eine Vielzahl krankhafter Veränderungen, die alters- oder unfallbedingt verursacht sind, abzuklären und gleichzeitig auch zu behandeln. Neben dem Schultergelenk können auch das Schultereckgelenk und der Schleimbeutel (Bursa subacromialis) unter dem Schulterdach behandelt werden. Der Eingriff wird bei uns in halbsitzender Position (Beachchair) des Patienten in Vollnarkose durchgeführt. Der Standardzugang für das Arthroskop erfolgt von hinten am Schultergelenk und nach Bedarf werden dann weitere Arbeitszugänge seitlich und vorn gesetzt.

Die häufigsten arthroskopischen Eingriffe am Schultergelenk umfassen:

  • Erweiterung des Schulterdaches beim Impingementsyndrom
  • Sehnenrefixationen bei Rotatorenmanschettenläsion
  • Stabilisierungsoperation nach Schulterluxation (Bankart-Läsion)
  • Resektion des Schultereckgelenkes bei symptomatischer Arthrose
  • Kalkentfernung bei Tendinitis calcarea
  • Stabilisierung des Schultereckgelenkes nach unfallbedingter Sprengung
  • Schultermobilisation (Arthrolyse)
  • Rekonstruktion der langen Bizepssehne
  • Gelenksäuberung bei Arthrose
Ellenbogenarthroskopie

Eine Arthroskopie des Ellenbogengelenkes wird im Vergleich zu anderen großen Gelenken eher selten durchgeführt. Das Spektrum der arthroskopischen Diagnostik und der Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den letzten Jahren aber deutlich weiterentwickelt und erweitert. Neben der Therapie steht hier oft auch die dynamische, arthroskopische Untersuchung zur Beurteilung von Gelenk-instabilitäten im Vordergrund, woraus sich möglicherweise die Notwendigkeit einer Stabilisierungsoperation ergibt.

Die häufigsten arthroskopischen Eingriffe am Ellenbogengelenk umfassen:

  • Resektion der Schleimhautfalte bei Einklemmungssyndrom
  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Gelenkmobilisation (Arthrolyse) bei Einsteifung
  • Refixation oder Ersatz von Knorpel-Knochenfragmenten (Osteochondrose)
  • Diagnostik bei Bandinstabilitäten
Hüftgelenksarthroskopie
Die Hüftgelenksarthroskopie ist ein modernes, minimalinvasives Operations-verfahren, welches ursprünglich zur Diagnostik bei unklaren Hüftbeschwerden entwickelt wurde. Seit Mitte der 80er Jahre wurde die Technik der Hüftarthroskopie kontinuierlich verbessert, die Indikation spezifiziert – also die Entscheidung, wann welche Methode angebracht ist – und das Behandlungsspektrum deutlich erweitert.

Das Hüftgelenk stellt durch seine anatomischen Gegebenheiten eine erhöhte Anforderung für den Arthroskopeur dar, weil es als formschlüssiges Kugelgelenk unter einem relativ dicken Weichteilmantel liegt. Voraussetzungen für eine erfolgreiche und komplikationsfreie Operation sind daher neben dem Wissen um die arthroskopische Anatomie auch eine adäquate Operationstechnik und die Erfahrung des Operateurs.

Die häufigsten arthroskopischen Eingriffe am Hüftgelenk umfassen:

  • knöcherne Formkorrektur beim Femoro-acetabulären Impingement – „FAI“
  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Refixation der Gelenklippe bei Labrumläsionen
  • Gelenksäuberung bei Läsionen des Ligamentum Capitis Femoris
  • Gelenkspülung bei bakterieller Arthritis
Kniegelenksarthroskopie

Die Arthroskopie des Kniegelenkes ist sicherlich das am weitesten verbreitete arthroskopische Verfahren. Die ersten Knie-Arthroskopien wurden bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts durchgeführt. Bei vielen Indikationen hat die Arthroskopie am Kniegelenk heute offene Operationsverfahren abgelöst. Durch die schonende OP-Technik und die bessere Einsicht ins Gelenk können Erkrankungen des Gelenkknorpels, der Bänder und der Menisken sehr viel differenzierter und feiner behandelt werden. Insbesondere bei der Behandlung von Sportverletzungen (Kreuzbandverletzung, Meniskusriss o.ä.) sind heute arthroskopische Behandlungen Standard und werden in unserer Klinik von erfahrenen Ärzten durchgeführt.

Die häufigsten arthroskopischen Eingriffe am Kniegelenk umfassen:

  • Meniskuschirurgie, inklusive Meniskusersatz
  • Knorpeldiagnostik und -behandlung
  • Kreuzbandersatz
  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Refixation von Knorpel-, Knochenfragmenten
  • Bandrekonstruktionen nach Ausrenkung der Kniescheibe
  • Kniegelenksmobilisation (Arthrolyse)
  • Behandlung von Infektionen des Kniegelenkes
Sprunggelenksarthroskopie

Bei der Arthroskopie des vorderen Anteiles des oberen Sprunggelenkes kann eine Vielzahl von Erkrankungen diagnostiziert und behandelt werden. Dies betrifft insbesondere die Behandlung schmerzhafter Weichteileinklemmungen, Gelenkblockaden durch Knorpel- und Knochenteile und Bewegungs-einschränkungen durch Knochenanbauten. Der hintere Anteil des oberen Sprunggelenkes und das untere Sprunggelenk sind demgegenüber nur schwer arthroskopisch zugänglich.

Die häufigsten arthroskopischen Eingriffe am oberen Sprunggelenk umfassen:

  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Knorpeldiagnostik und -behandlung, z.B. bei der Osteochondrosis dissecans (OD)
  • Entfernung schmerzhafter Narben oder Schleimhautfalten (Impingement)
  • Gelenkmobilisation (Arthrolyse)
  • Erweiterung des vorderen Gelenkraumes (Entfernung von Knochenanbauten) zur
  • Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit („Soccer‘s ankle“)

BEHANDLUNGSMETHODEN

Endoprothetik

Die Notwendigkeit des Einbaus eines künstlichen Gelenkes ergibt sich bei Ausbildung einer Arthrose, die zu Schmerzen, Bewegungseinschränkung sowie Verminderung der Lebensqualität führt und durch konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichend behandelt werden kann. Der Begriff „Arthrose“ beschreibt die Abnutzung des Gelenkknorpels im Laufe des Lebens. Daneben gibt es weitere Ursachen, wie z.B. Rheuma, knöcherne Fehlformen, erlittene Knochenbrüche, Knochennekrose oder kindliche Gelenkerkrankungen. Im Röntgenbild und anderen bildgebenden Untersuchungen (CT, MRT) lassen sich die Zeichen einer Arthrose nachweisen.

Beim Gelenkersatz wird in unserer Klinik die Implantation von Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, und Kniegelenken angeboten. Die verwendeten Prothesen entsprechen dem neuesten Stand der Entwicklung, wobei insbesondere auf gewebeschonende Operationstechniken Wert gelegt wird.

Zur Qualitätsmanagement und kontinuierlichen Verbesserung auf dem Gebiet der Endoprothetik nehmen wir am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) teil.

Schultergelenk

Am Schultergelenk gibt es neben den in der Einleitung erwähnten Ursachen noch weitere Gründe für die Entstehung einer Arthrose. Infolge chronischer Sehnenrisse kann sich eine „Defektarthropathie“ ausbilden, die beim geplanten Gelenkersatz dann spezielle Prothesen erfordert. Aber auch kleine, umschriebene Knorpelschäden können zu dauerhaften Beschwerden führen und können mit einem Teilgelenkersatz (ggf. sogar arthroskopisch) behandelt werden. Somit bietet der Gelenkersatz hier ein sehr breitgefächertes Spektrum, das entsprechend der Arthrose-Ursache zur Anwendung kommt.

Ellenbogengelenk

In unserer Klinik wird der Ersatz, häufiger jedoch der Teilersatz, des Ellenbogengelenkes vorwiegend bei komplizierten Knochenbrüchen durchgeführt. Aufgrund der sehr speziellen Anatomie und Gelenkmechanik ist der Ersatz des gesamten Ellenbogens schwierig. Deshalb wird er, im Vergleich zu anderen Gelenken, eher selten durchgeführt. Zudem ist mit der Implantation eines künstlichen Ellenbogengelenkes eine dauerhafte Einschränkung der Belastbarkeit des Armes verbunden.

Hüftgelenk

Das Hüftgelenk ist das am häufigsten ersetzte Gelenk. In Deutschland werden jedes Jahr ca. 250.000 künstliche Hüftgelenke implantiert. Dies liegt in der Anatomie und relativ einfachen Gelenkmechanik sowie der raschen Heilungstendenz aufgrund eines guten Weichteilmantels begründet. Studien bestätigen zudem eine Langlebigkeit und Funktion der Prothesen.

Bei uns wird in den meisten Fällen ein Ersatz des Hüftgelenkes minimalinvasiv (muskel- und weichteilschonend) über einen kurzen Schnitt von vorn (AMIS) durchgeführt. Je nach Beschaffenheit des Knochens werden zementfreie oder zementierte Prothesen eingesetzt.

Kniegelenk
Wenn Arthroseschmerzen des Kniegelenkes z.B. durch eine Beinachsenkorrektur (Umstellungsosteotomie) nicht behoben werden können und der Leidensdruck des Patienten weiter zunimmt, wird eine Teil- oder Total-Knieendoprothese implantiert. Diese wird auch Oberflächenersatz genannt. Künstliche Kniegelenke werden in Deutschland ca. 200.000 mal im Jahr eingebaut. In unserer Abteilung werden nur Prothesentypen verwendet, die dem neuesten Entwicklungsstand entsprechen und sehr gute Funktions- und Langzeitergebnisse aufweisen.
Wechseloperationen moderner Gelenkprothesen

Deutschlandweit werden jährlich mehr als 300.000 Hüft- und Knieprothesenimplantationen und mehr als 30.000 Revisionseingriffe gezählt. Somit ist der Gelenkersatz eine der am häufigsten durchgeführten und erfolgsreichsten Operation in der orthopädischen Chirurgie. Ursächlich dafür sind neben der demographischen Entwicklung der Bevölkerung und das Bedürfnis vieler Menschen im Alter weiter mobil und selbständig bleiben zu wollen, auch die enormen Innovationen im Bereich der Prothesenentwicklung und der schonenden Operationsverfahren.

Die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen attestieren der heutigen modernen Gelenkprothesen eine Standzeit zwischen 10 und 20 Jahren. Die Daten aus verschiedenen Prothesenregistern konnten uns zeigen, dass ca. die Hälfte aller Revisions- und Wechseloperationen aufgrund Lockerung der Prothesen, verursacht durch den Materialverschleiß, durchgeführt werden. Andere Ursachen dafür stellen unter andern die Protheseninfektionen, die Gelenkinstabilitäten und die Knochenbrüche im Bereich der Gelenkprothesen dar. Abhängig von der Ursache muss das Vorgehen bei dem Prothesenwechsel individuell gestaltet werden. Die mitunter größte Herausforderung bei den Wechseloperationen stellt der Knochenverlust als Folge der Prothesenlockerung und/oder durch die Entfernung der alten Prothese dar. Häufig müssen diese Knochendefekte biologisch mit Fremdknochen und/oder durch Spezialimplantate aufgebaut werden, damit die neue Prothese sicher und fest im Knochen verankert werden kann. In schwierigen Fällen mit massivstem Knochenverlust besteht heutzutage dank der modernsten Computerleistung die Möglichkeit der Anfertigung von Patienten- Individual- Prothesen.

Der Erfolg einer Wechseloperation hängt nicht nur vom Know- how der Chirurgen, sondern maßgeblich auch von der guten Zusammenarbeit, aller an der Operation beteiligten Abteilungen ab. Hierzu zählen neben dem Pflegepersonal, die Krankengymnastik, die Radiologie, die Mikrobiologie, die Labormedizin, die Pathologie sowie entscheidend die Narkoseabteilung mit ihren intensivmedizinischen Möglichkeiten zu Überwachung der Patienten.

Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatolgie im St. Georg Klinikum Eisenach besitzt sowohl die Infrastruktur als auch die langjährige Erfahrung für solche großen Operationen, um diese erfolgreich durchzuführen und Ihnen damit helfen zu können. Wir stehen Ihnen in Rahmen unserer Indikationssprechstunde mit Rat und Tat zu verfügen

Wir leisten ausgezeichnete Arbeit für Sie

Qualität durch Zertifizierung

Das St. Georg Klinikum Eisenach ist zum Verletztenartenverfahren (VAV) der Berufsgenossenschaften zugelassen, d.h. zur Behandlung schwerer Arbeits- und Wegeunfälle, und ist als Regionales Traumazentrum innerhalb des TraumaNetzwerkes Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert. Wir führen routinemäßig gelenkerhaltende und gelenkersetzende Eingriffe in minimalinvasiver Technik durch. Dazu gehören insbesondere arthroskopische Operationen, sogenannte Schlüsselloch-Operationen, am Schultergelenk (Sehnenrefixationen, Gelenkstabilisierungen) und am Hüftgelenk (Impingementsyndrom) sowie die AMIS-Technik zur gewebeschonenden Implantation von künstlichen Hüftgelenken.

Regionales Traumazentrum

Äußeres Zeichen für unsere hohe Kompetenz in der Unfallchirurgie ist die Zertifizierung als Regionales Traumazentrum. Einen solchen Status erreicht eine Klinik nur durch einen strengen Zertifizierungsvorgang, an den hohe Voraussetzungen bezüglich der Ausstattung und Ausbildung des Personals geknüpft sind.

Ein weiteres Merkmal stellt die Anerkennung durch die Berufsgenossenschaften dar. Dadurch ist die Klinik dazu berechtigt, Verletzungen von Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen ambulant und stationär zu behandeln. Von dieser Kompetenz profitieren natürlich auch alle Verletzten aus dem Freizeit- und Profisport.

In der Klinik kommen modernste Verfahren zur Behandlung von Knochenbrüchen zur Anwendung. Genauso werden alle Sehnen- und Gelenkverletzungen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft versorgt – die großen Gelenke wie Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenk mit Hilfe der videokameragestützten Arthroskopie. Eine besondere Kompetenz besteht auch bei den oft schwierig zu behandelnden Verletzungen der Wirbelsäule und des Beckens.

Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie arbeiten eng mit den Spezialisten der anderen Abteilungen des Klinikums zusammen. Kooperationspartner sind zum Beispiel die Gefäßmedizin, die Allgemein- und Viszeralchirurgie und ein Neurochirurg.

Bei der Versorgung von Kindern mit Unfallverletzungen arbeiten die Unfallchirurgen eng mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zusammen.

Team der Unfallchirurgie / Orthopädie und Sporttraumatologie

Spezialisten für eine ganzheitliche Therapie

Unser Team kooperiert in enger Abstimmung tagtäglich für Ihr Wohlbefinden. Wir haben ein gemeinsames Ziel – Ihre schnelle Genesung.

Ärzte: 10
Pflege:
19
Physiotherapie:
2

Das Team

Team Klinik fur Orthopadie Unfallchirurgie und Sporttraumatolgie team orthopaedie 1

Stationen

Moderne Stationen

Unfallchirurgische Normal-
Station (C31)
39 Betten

Kinderstation (C12)
30 Betten (2–4 kinderurologisch, mit rooming-in)

Privatstation (B11)
12 Betten (1- und 2-Bett-Zimmer)

IMC (C11)
Intensivstation (E11)

FTK 0043 Web Komfortstation 3

Lage & Orientierung

So finden Sie uns

Die Betten der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie finden Sie auf der Station C31, Gebäude C, 3. Etage.

Sie gelangen sowohl mit dem Fahrstuhl zwischen den Gebäuden B und C oder über das Treppenhaus zur Station. Ausgehend vom Eingang der Notaufnahme gehen Sie den Hauptgang geradeaus, dort befinden sich die Personenaufzüge und der Zugang zum Treppenhaus.

Kommen Sie über den Haupteingang des Klinikums gehen Sie die Magistrale durch das Haus B entlang, auf der linken Seite in Richtung Notaufnahme sind die Fahrstühle.

Die Sprechstunden finden im Sprechstundenbereich im Gebäude B, Erdgeschoss statt.

Lageplan
Zertifikate und Mitgliedschaften

Wir leisten ausgezeichnete Arbeit für Sie

BG Re Zertifizierung U Eberregionales Traumazentrum 1

Regionales TraumaZentrum

Als Regionales TraumaZentrum erfüllt das St. Georg Klinikum die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)

Alters Trauma Zentrum

AltersTraumaZentrum

Als AltersTraumZentrum erfüllt das St. Georg Klinikum die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)

VERANSTALTUNGEN IM ST. GEORG KLINIKUM

Fachveranstaltungen im Jahresüberblick

Im nicht lebensbedrohlichen Krankheitsfall ist Ihr Hausarzt für Sie da.

Ist Ihr Hausarzt nicht zu erreichen, steht Ihnen der Kassenärztliche Notdienst unter der zentralen, kostenfreien Tel. 116 117 zur Verfügung. Der Behandlungsraum befindet sich neben der Notfallaufnahme im St. Georg Klinikum Eisenach.

Lebensbedrohliche Notfälle werden in der Notfallaufnahme behandelt. Notruf 112!

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© malopo, malopo

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