Sprechstunden Im Notfall
Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Handelns.

Darmkrebszentrum

MVZ 023 FTK Christiane Hering Schubert Innere medizin III web

Dr. med. Christiane Hering-Schubert

ist Fachärztin für Innere Medizin und Chefärztin der Klinik für Innere Medizin III.

Mitglied DGHO, AIO, OSHO, ESMO, DKG
ESMO Zertifikat 2005, 2009, 2014
Leitung Onkologisches Zentrum der DGHO mit Erstzertifizierung 2016, Rezertifizierung 2019

Prüfarztin verschiedener klinischer Studien und NIS in der Hämatologie und Onkologie

Veröffentlichungen:

  • Mitautorin und Poster Erbitag Studi
  • Mitautorin und Poster Pazoreal Studie
  • Fachexperte DKG zur Auditierung Zentrum für hämatologische Neoplasien und Onkologische Zentren der DKG

Der Aufbau eines Darmkrebszentrums nach der Zertifizierung der DKG (Deutschen Krebsgesellschaft) am St. Georg Krankenhaus in Eisenach zählt zu unseren Prioritäten für das Jahr 2020. Wir wollen hiermit insbesondere Darmkrebspatienten durch an Leitlinien ausgerichtete Behandlung die optimale Hilfe zukommen lassen.

Ausgerichtete Behandlung und optimale Hilfe

Als Stadt in der Mitte Deutschlands mit einem viszeralchirurgischen Zentrum und einer besonderen Expertise für die Operationen mit dem OP-Roboter DaVinci, wollen wir unseren Patienten hier in Westthüringen und Umgebung die optimale Therapie des häufigen Kolon- oder Rektumkarzinoms zusichern.

Den Patienten wird ein umfassendes und genau auf sie abgestimmtes Konzept, von der Früherkennung, über die Therapie, bis hin zur Nachsorge angeboten.

Wir wollen uns in diesem Jahr der Zertifizierung der DKG stellen und nach den Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft die Behandlung unserer Patienten ausrichten und noch weiter optimieren.

Mit Herrn Chefarzt DM Andreas Kirbes Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und erfahrener Endoskopiker und Herrn Chefarzt Univ.-Prof. Dr. med. Werner Kneist Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie, ausgewiesener Spezialist für Roboter Chirurgie, haben wir zwei sehr erfahrene Ärzte und Spezialisten die das Zentrum leiten werden.

Wir sind für Sie da

Wir wollen einen kurzen Abriss über die Behandlungskaskade geben.

Vorneweg: Ihr Hausarzt bleibt ihr wichtigster Ansprechpartner! Sie/Er wird über alle Behandlungsschritte von der Vorsorge, bis zur gegebenenfalls notwendigen Weiterbehandlung, komplett mit eingebunden und umfassend und zeitnah informiert.

Vorsorge

Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird!

Aus diesem Grunde steht Vorsorge an erster Stelle, denn Darmkrebs tut nicht weh, erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn eine gewisse Größe erreicht wurde oder Tochtergeschwülste (Metastasen) aufgetreten sind treten Beschwerden auf.

Vorsorge und Früherkennung – Empfehlungen der Leitlinien für Darmkrebs

  • Ab dem 50. Lebensjahr gehört das Austasten des Enddarms und der Test auf Blut im Stuhlgang zur den Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
  • Ab dem 50. Lebensjahr erweitert sich das Vorsorgeprogramm für Männer um eine Darmspiegelung (komplette Koloskopie) zur Krebsfrüherkennung, die bei unauffälligem Befund einmal von jedem Krankenversicherten nach zehn Jahren kostenlos wiederholt werden kann. Für Frauen gilt dies ab 55 Jahren.
  • Für Krankenversicherte, die keine Darmspiegelung wünschen, wird weiterhin die Testung auf Blut im Stuhl (alle zwei Jahre) übernommen.

Im Zuge der Darmspiegelung werden Darmpolypen, als potentielle Darmkrebsvorstufen direkt während der Untersuchung entfernt und hierdurch eine mögliche Krebsentstehung effektiv verhindert. Bei Verdacht auf Krebs wird eine Gewebeprobe entnommen, welche in der Pathologie unter dem Mikroskop untersucht wird. Bei einem Nachweis von bösartigen Zellen oder deren Vorstufen erfolgt die Weiterleitung des Patienten in die stationäre Behandlung.

Operation

Die Lage im Bereich des Darmes, die Ausdehnung und die möglichen Absiedlungen bestimmen die Planung der lebensnotwendigen Operation. Eine umfassende Aufklärung des Patienten in unserer Sprechstunde erfolgt nach der Befunderhebung und in enger Kooperation mit unseren internistischen und radiologischen Kollegen. In besonderen Fällen bei Tumorlokalisation im Bereich des Enddarmes (Rektums) kann eine Vorbehandlung mittels Chemotherapie und Bestrahlung empfehlenswert sein.

Die Operation wird individuell an den Patienten und an den zu operierenden Tumor angepasst und entweder minimal-invasiv laparoskopisch- oder minimal-invasiv robotisch- assistiert durchgeführt (Schlüsselloch Prinzip). In seltenen Fällen muss die Operation offen über einen größeren Bauchschnitt durchgeführt werden. Durch Zentrierung der Operation auf die Darmzentrumschirurgen wird die Expertise gebündelt. Die Operation kann entsprechend den anspruchsvollen Qualitätskriterien und den modernsten Empfehlungen bzw. Leitlinien präzise sowie selbstverständlich blutsparend durchgeführt werden.

Alle Operationen am Darm werden in unserem Haus routinemäßig durchgeführt. Hierbei ist im Besonderen die Erhaltung des Schließmuskels ohne dauerhaftes Stoma (künstlicher Darmausgang) unser angestrebtes Ziel. Dieses ist heute mit modernsten OP-Techniken in über 90 Prozent der Fälle realisierbar. Unter Umständen ist dabei die Anlage eines vorübergehenden, schützenden künstlichen Darmausganges notwendig.

Für Patienten mit schweren Begleiterkrankungen gewährleistet nach einer Operation die moderne interdisziplinäre intensivmedizinische Behandlung eine bestmögliche Fürsorge.

Weiterbehandlung

Nach der Operation erfolgt die Vorstellung des Patienten in unserem wöchentlichen Tumorboard, nach Erhalt der feingeweblichen Untersuchung durch den Pathologen.

Abhängig von der lokalen Ausbreitung oder möglichen Streuung des Tumors in die Lymphknoten geben wir individuell Empfehlungen zu weiteren Therapiemaßnahmen ab.

Oft kann der Tumor komplett entfernt werden und es muss lediglich eine geplante Nachsorgebehandlung mit anfänglich halbjährlichen Darmspiegelungen und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden.

Bei Streuung in die Lymphknoten oder darmüberschreitendes Wachstum, kann eine sogenannte „adjuvante Chemotherapie“ nach einer Darmkrebs-Operation empfehlenswert sein. In dieser Situation ist der Tumor durch die Operation komplett entfernt und durch eine Chemotherapie kann das Risiko eines Wiederauftretens der Erkrankung verringert werden.

In besonderen Fällen kann eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung empfehlenswert sein.

Alle Empfehlungen werden nach interdisiziplinären Besprechung der Befunde und des Behandlungsverlaufs individuell im Rahmen unserer wöchentlichen Tumorkonferenz ausgesprochen und dokumentiert.

Weiterhin können bei einigen Patienten, wenn eine Metastasierung z. B. in der Leber vorliegt chirurgische Konzepte zur operativen Entfernung erarbeitet werden. In einigen Fällen können die Metastasen auch nach einer initialen Chemotherapie operativ entfernt werden.

Sollte aufgrund der Tumorausbreitung keine Operation mehr möglich sein, stehen moderne, relativ gut verträgliche Chemotherapeutika und neue, zielgerichtete Substanzen (targeted therapies) zur Verfügung, die den Tumor und die Metastasen verkleinern können. Auch können Strahlentherapie und lokal-ablative Verfahren (Mikrowellen) zur Anwendung kommen.

Welche Therapie für den einzelnen Patienten die Richtige ist, hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab. Dies sind insbesondere das Tumorstadium und die bisher erfolgten Therapien, ebenso wie die vorbestehenden Begleiterkrankungen, die ein Patient neben der Krebsdiagnose hat.

Team des Darmkrebszentrums

Unser Team kümmert sich rund um die Uhr um Ihre Gesundheit

Unser Team kooperiert in enger Abstimmung tagtäglich für Ihr Wohlbefinden. Wir haben ein gemeinsames Ziel – Ihre schnelle Genesung.

Ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Stationsleitung
Operativer Pflegebereich
Ambulanter Pflegebereich
Transportdienst
Physiotherapie

Psychoonkolgie
Ernährungs- und Diätassistenz

Sozialdienst

Klinik für Allgemein-und Viszeralchirurgie
Leiter: Prof. Dr. Werner Kneist
Klinik für Gastroenterologie

Leiter: DM Andreas Kirbes, Chefarzt der Abteilung
Klinik für Hämatologie/ internistische Onkologie und Palliativmedizin

Leiter: Dr. Christiane Hering-Schubert, CÄ der Abteilung

Kooperationspartner:

Radiologische Praxis Dr. Retzlaff und Holle
Praxis für Pathologie Hessen, Standort Eisenach

Leiter: PD Dr. med. Middel
Praxis für Strahlentherapie Mühlhausen
Leiter: Herr Mikulik

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Informationen für Ärzte

Tumorboard - Teilnahme für Ärzte

Alle einweisenden Ärzte haben die Möglichkeit, eigene und an uns verwiesene Patienten im Tumorboard vorzustellen. Das Tumorboard findet wöchentlich donnerstags 14.40 Uhr im Konferenzraum der Radiologie statt.

Bitte melden Sie die Fälle bis spätestens 12 Uhr am Tumorboardtag bei unserer Tumordokumentarin Frau Annett Jahnecke unter 03691 698-… an. Die krankenhausinteren Fälle werden über das SAP-System fürs Tumorboard gemeldet.

Im nicht lebensbedrohlichen Krankheitsfall ist Ihr Hausarzt für Sie da.

Ist Ihr Hausarzt nicht zu erreichen, steht Ihnen der Kassenärztliche Notdienst unter der zentralen, kostenfreien Tel. 116 117 zur Verfügung. Der Behandlungsraum befindet sich neben der Notfallaufnahme im St. Georg Klinikum Eisenach.

Lebensbedrohliche Notfälle werden in der Notfallaufnahme behandelt. Notruf 112!

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