Das St. Georg Klinikum Eisenach kann einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Onkologischen Zentrum feiern: Das Zentrum für Hämatologische Neoplasien wurde erfolgreich durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Damit wird die herausragende Qualität in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blut- und Lymphknotenkrebserkrankungen offiziell bestätigt.
Hämatologische Neoplasien – wie beispielsweise Leukämien oder Lymphome – betreffen das blutbildende System und erfordern hochspezialisierte, interdisziplinäre Behandlungsansätze. Am St. Georg Klinikum erfolgt die Behandlung sowohl ambulant als auch stationär, individuell angepasst an den Krankheitsverlauf und den Bedarf der Patienten.
„Mit der Zertifizierung wollen wir für unsere Patientinnen und Patienten sichtbar machen, dass sie sich bei uns auf eine leitliniengerechte und umfassende Versorgung auf höchstem fachlichen Niveau verlassen können“, erklärt Frau Dr. med. Christiane Hering-Schubert, Chefärztin der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin.
Zertifizierte Zentren wie das am GKE zeichnen sich durch eine nachweislich verbesserte Behandlungsqualität aus. Die Überprüfung durch die Deutsche Krebsgesellschaft erfolgte im Rahmen einer zweitägigen Erstzertifizierung. Dabei wurden alle relevanten Aspekte der Patientenversorgung unter die Lupe genommen – von der fachlichen Kompetenz und den strukturellen Voraussetzungen bis hin zur Dokumentation, psychoonkologischen Betreuung, sozialdienstlichen Unterstützung und Patientensicherheit.
Zur erfolgreichen Zertifizierung war die enge Zusammenarbeit zahlreicher Abteilungen und Berufsgruppen notwendig: Die Station C32, die Poliklinik Onkologie, Psychoonkologie, Tumordokumentation, Labor, Radiologie, Pathologie, Sozialdienst, Nuklearmedizin, Strahlentherapie und Physiotherapie arbeiteten Hand in Hand, um die hohen Anforderungen zu erfüllen.
„Im Zentrum arbeiten wir nach klar definierten Strukturen und Qualitätsvorgaben. Die Patienten profitieren von regelmäßigen Tumorkonferenzen, standardisierten Abläufen, einem hohen Maß an Transparenz und – wenn medizinisch sinnvoll – von der Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien“, so Dr. Hering-Schubert. Besonders wichtig sei die enge Kooperation mit Kliniken, die Stammzelltransplantationen und moderne Zelltherapien durchführen – damit ist ein Zugang zu allen verfügbaren modernen Therapieformen gewährleistet.
Das nächste Überwachungsaudit ist bereits für Dezember geplant. Ziel des Teams ist es, das Zentrum kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Es gibt immer etwas zu verbessern – aber der jetzt erreichte Status ist ein großer gemeinsamer Erfolg aller Beteiligten. Er steht für unsere Kompetenz in der hämatologischen Versorgung und ist ein bedeutender Beitrag zur Patientensicherheit und zur Spitzenmedizin in der Region“, betont die Chefärztin.
Die Klinikleitung und das gesamte Team sind stolz auf diese Auszeichnung – und sehen sie zugleich als Ansporn, die hohe Qualität der Versorgung auch künftig kontinuierlich weiter auszubauen.
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