Die Intensivstation der Klinik wurde von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF) als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ zertifiziert. Diese Auszeichnung steht für eine gezielte Qualitätssicherung im Umgang mit Angehörigen und stellt deren Einbindung und Begleitung während des Aufenthalts von Patientinnen und Patienten konsequent in den Mittelpunkt.
Nach den positiven Erfahrungen in Bezug auf Qualitätsmanagement mit der vorherigen Zertifizierung im Bereich „Intensivstation Regelversorgung DGAI“ wurde entschieden, die Angehörigenarbeit weiter zu stärken. Mit der Zertifizierung zur „Angehörigenfreundlichen Intensivstation“ – einem von der DGF weitergeführten Projekt – wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer ganzheitlichen Versorgung unternommen.
Der Zertifizierungsprozess erstreckte sich über rund ein Jahr. Die DGF gibt dabei die notwendigen Strukturen und Prozesse vor, die für den Erhalt der Auszeichnung erfüllt werden müssen.
Um den Aufenthalt auf der Intensivstation auch für Angehörige so unterstützend wie möglich zu gestalten, wurden unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Umgestaltung des Wartebereichs,
- Anschaffung eines zusätzlichen Telefons für Angehörigengespräche,
- Anpassung und Erweiterung der vorhandenen Standards und Schulungskonzepte
Durch die neue Ausrichtung rücken die Bedürfnisse und die emotionale Situation von Angehörigen noch stärker in den Fokus. Das Team auf der Intensivstation sieht Angehörige nicht nur als Begleitpersonen, sondern als wichtigen Teil des Behandlungsprozesses. Die Rückmeldungen von Angehörigen waren durchweg positiv. Auch Patientinnen und Patienten profitieren von dieser Entwicklung, da die Betreuung nun noch ganzheitlicher erfolgen kann.
Die nächste Re-Zertifizierung steht in zwei Jahren an. Bis dahin sollen die Standards nicht nur gehalten, sondern weiterentwickelt und neue Ziele erreicht werden. Ein besonderer Fokus liegt künftig auf der festen Etablierung einer patientenzentrierten Kommunikation im Stationsalltag.
„Angehörige sind bei uns willkommen und werden – wenn sie das möchten – aktiv in die Behandlung eingebunden. In dem mitunter belastenden Umfeld einer Intensivstation möchten wir sie nicht außen vorlassen, sondern gezielt begleiten und unterstützen.“, fasst es Andreas Hugo, Stationsleiter der E11, zusammen.
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